„Eine gesundheitspolitische Tragödie“

13.04.2016
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Huch! Bin ich richtig erschrocken. Als ich das in einer Aschaffenburger Zeitung 06.02.2016, Wochenendmagazin Seite 3 lesen durfte.

Geht die Welt unter? Müssen wir alle sterben? Ist unser Gesundheitssystem zusammengebrochen? Oder werden wir betrogen, an der Nase herumgeführt? Ich dachte immer, wir in Deutschland hätten eines der besten Gesundheitssysteme. Sind geschützt. Sind aufgehoben. Sind geborgen. Ja – so möchte man, dass Sie denken. Die Gesundheitspolitiker.

Wenn da nicht der Satz des Robert-Koch-Institutes in Berlin wäre, dass 51% der deutschen Männer und 43% der deutschen Frauen an Krebs erkranken. Wenn da nicht täglich 540 Deutsche an Krebs sterben würden. Wenn da nicht täglich 100 diabetische Beine abgetrennt würden. Täglich. Wenn da nicht täglich 110 Deutsche erblinden würden. Hauptgrund Diabetes. All das könnte man sehr wohl eine gesundheitspolitische Tragödie nennen, oder?

Der Zeitungsartikel nennt den Feind. Dermaßen ungeschminkt, dermaßen deutlich, wie ich es bisher noch nie gelesen habe. Darf ich zitieren?

„Fabrikzucker ist das Genussmittel Nummer 1, eine Droge, die süchtig und abhängig macht und verboten gehört. Er ist kein Lebensmittel…“.

 „Fabrikzucker ist nachweislich die Ursache der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten“.

 „Solche Krankheiten sind Diabetes, Fettsucht, Arterienverkalkung, Herzleiden, Leberschäden, Gicht, Rheuma, Blasen- und Nierenbeckenentzündungen, Nervenkrankheiten und weitere…“.

 „Die Aufklärung über die Schäden und Leiden durch Fabrikzucker erfolgt nirgends, nicht in den Kindergärten, nicht in den Schulen, Gesundheitsämtern, Krankenkassen und dem Bundesgesundheitsministerium.“

 „Auch von Seiten der Ärzte ist keine Aufklärung zu erwarten, da sie in ihrer Ausbildung über die Ursachen der Krankheiten absichtlich nichts erfahren."

"Einzig und allein beeinflusst uns die Zuckerindustrie mit ihrer verlogenen Werbung und immer neuen ungesunden Verlockungen, ohne restriktive Einschränkungen vom Staat befürchten zu müssen. Eine gesundheitspolitische Tragödie“.

Ja, mag stimmen. Und weiter? Und jetzt? Soll ich schon wieder etwas über die DGE und ihre Aufgaben erzählen? Als ob wir das nicht alles wüssten. Was bleibt?

  • Zucker schmeckt. Auch mir. Und Lust ist nun einmal ein Lebensprinzip.
  • Ein anerzogenes. Kann man sich wieder abgewöhnen. Viele von Ihnen haben ´s bewiesen.
  • Der Knackpunkt immer wieder: Die Eigenverantwortung. Sie sind selbst verantwortlich. Kein Mensch hat etwas dagegen, wenn Sie an Krebs erkranken oder an Diabetes erblinden. Haben Sie ja soeben gelesen. Das wird sogar gefördert. Und Sie dürfen ruhig mitmachen. Sie dürfen sich nur nicht beschweren.
    Nur: Genau das tun Sie. Täglich in den Arztpraxen. Da stimmt etwas nicht.
 
 
 

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