Eisbohrkerne

10.03.2015
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Ein glänzendes Hilfsmittel, um die Vergangenheit zu studieren. Da werden lange, lange Zylinder aus dem Südpolareis gebohrt und Zentimeter für Zentimeter, Millimeter für Millimeter studiert. Was man abliest? Ganz präzise Temperatur und CO₂-gehalt damals. Vor Hunderttausend, vor Dreihunderttausend, vor Vierhunderttausend Jahren. Was man findet ist eindeutig, klar, überzeugend. Wurde vom Präsidentschaftskandidaten Al Gore als Schautafel an die Wand geworfen. Hat auch jeden überzeugt. Gucken Sie hin.

Eindeutig gehen CO₂-gehalt in der Luft mit der globalen Temperatur Hand in Hand. Dies übrigens ist die entscheidende Kurve. Welche unsere Regierungen auch auf den zwanzigsten Klimagipfel (wieder ohne Ergebnis) zwingt, CO₂ drastisch einzusparen. Dass CO₂ 2014 in Deutschland leider angestiegen ist… aber nun ja. Politik.

Al Gore ist ein glänzender Politiker. Also auch ein glänzender Lügner. Methode? Lügen durch Weglassen. Was er bei seiner Kurve vergisst: CO₂ hinkt 100 Jahre hinter der Temperatur hinterher.

Erst steigt die Temperatur
Und 100 Jahre später
steigt dann auch CO₂.

Erklärung? Die Temperatur der Ozeane steigt an, sie setzen daraufhin mehr CO₂ frei. Was hat das also mit der Menschengemachten Klimakatastrophe zu tun?

Gar nichts.

Konstatiert Englands berühmtester und bekanntester Mathematiker Ian Stewart. Mitglied der Royal Society. Der – ganz Mathematiker – die gezeigte Korrelation sogar in eine mathematische Formel verwandeln kann. Die erspare ich Ihnen.

Nun kann Stewart denken. Und sagt: Was die Eisbohrkerne uns liefern, hat also mit unserer heutigen Klimakatastrophe nichts zu tun. Aber unbestreitbar ist, dass ein Anstieg von CO₂ unmittelbar zum Temperaturanstieg führen muss.

Muss. Auch dafür hat er eine Formel. Muss heißt: In einem Jahr.

Scheint auch mir logisch. Wir haben einfach bisher den falschen Baum angebellt. Sollten nicht in die Vergangenheit gucken, sondern in Tatsachen der Gegenwart: Unser CO₂ steigt an. Also muss – muss! – nach Stewart, unseren Mathematikern, nach unseren Klimakatastrophentheoretikern die Temperatur ebenfalls drastisch ansteigen.

Jetzt gucken Sie in der obigen Kurve doch mal den äußersten rechten Rand an. Da sehen Sie den heutigen dramatischen   CO₂ Anstieg.

Und was sehen Sie nicht?

Den unbedingt geforderten, auch mathematisch vorausberechneten Temperaturanstieg. Der fehlt. Seit 16 Jahren. Laut Hans von Storch, auch so ein Professor für Mathematik, ist damit unsere Klima–Zukunftsdeuterei schon mathematisch gestorben. (News vom 28.06.2013). Und sie hat ja bisher nur auf Mathematik basiert. Dann sollte man auch den Anstand besitzen, das klar und laut zu sagen.

Das, was Potsdam verkündet, das, was die Politiker als wahr annehmen, war eine mathematische Voraussage. Und die jedenfalls ist gestorben. Völlig unabhängig davon, was sich in Zukunft mit dem Klima noch alles tut.

PS: Blöderweise war auf dieser falschen Voraussage ein Multimilliarden-Geldvernichtungsprogramm aufgebaut. Glauben Sie, das traut sich jemand zu stoppen? Und wir jammern über fehlende Kitas? 

PS II: Ist das alles nicht herrlich spannend? Da ist Al Gore um die halbe Welt gereist, hat die obige Kurve, also blühenden Quatsch gezeigt, und wird von Millionen beklatscht…

Quelle: Ian Stewart „Professor Stewarts Mathematische Schätze“ bei Rowohlt  Seite 214

 
 
 

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