Eiweiß und die Folgen

06.10.2008
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Erinnern Sie sich an Professor Dr. Kofranyi? An den Physiologie- Professor, der sich sein Lebetag wissenschaftlich mit Eiweiß beschäftigt hat? Der die biologische Wertigkeit von Nahrungs-Kombinationen ermittelt hat? Und der dann am Ende eines Fach-Artikels den so merkwürdigen, fast lyrischenKommentar von sich gibt:

„ ... es ist unbestritten, dass größere Eiweißgaben eine stimulierende Wirkung besitzen und sie die Arbeits- und Lebensfreude erhöhen“.

Ein Jubel-Kommentar. Fast unseriös. Wissen Sie, was hier passiert ist? Der Professor hat das Pulver, das er gerade seinen Ratten gefüttert hat, einfach einmal selbst genommen. Und dann gings los ... mit der stimulierenden Wirkung. Ei der Daus!

Um das zu merken, muss man kein Professor sein. Darf ich aus einem Brief zitieren?

„ ... ich futtere zur Zeit pro Tag 5 Shakes à 38 Gramm Pulver (30 Gramm Eiweiß) und eine eiweißhaltige Mahlzeit (Fisch, Fleisch). Den ersten Shake gibt es direkt nach dem Aufstehen um 7 Uhr und den letzten vor dem Licht ausmachen abends. Damit komme ich wahrscheinlich auf mindestens 200 Gramm täglich.

Die schlimmen Folgen: Antrieb, gute Laune, Durchhaltevermögen usw. Das ganze kann also nicht so verkehrt sein! Ich bin so leicht wie nie zuvor und nie hungrig“.

Leicht und nie hungrig: Ein Traum wird wahr. Für jeden Menschen. Sie brauchen es nur zu tun.

Ich freu mich über solche Briefe wie ein Kind. Deutschland bekommt gute Laune.