Eiweiß und Immunsystem

18.04.2006
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„Das menschliche Immunsystem besteht aus 1,5 kg Eiweiß“ pflegt Prof. Baenckler an der Universität Erlangen immer zu sagen. Ein schlichter Satz. Ein genialer Satz. Genial, weil er uns wohl erst mal das Türchen öffnet zum Verständnis des menschlichen Immunsystems. Von dem wir nur nebulöse Vorstellungen haben. Wir haben gehört, dass es ungeheuer viele Zellsorten gibt. So was wie T-Lymphozyten, Helferzellen, Killerzellen und andere... jedenfalls unübersichtlich viele einzelne Faktoren. Man kann sich vom Immunsystem als Laie kein Bild machen. Wenn man sich aber von einer Sache kein Bild machen kann, kann man sie nicht begreifen und kann’s schon gar nicht ändern. Nur Sachen, die Sie verstehen, können Sie auch ändern.
1,5 kg Eiweiß... das versteht man. Logischerweis gilt dies für den Durchschnittsmenschen. Wenn nun ein Mensch weniger Eiweiß im Körper hat, hat er auch ein kleineres Immunsystem. Und wenn er mehr hat, ein größeres. Wie man das misst? Im Blut natürlich. Das macht der Hausarzt jeden Tag 100-mal. Der Eiweißspiegel im Blut gilt normal zwischen 6,60 g% und 8,70 g%. Also hat der Durchschnittsmensch mit 7,65 g% ein Immunsystem von 1,5 kg Eiweiß. Wenn Sie nun einen Eiweißspiegel von 6,9 haben, haben Sie eben auch ein kleines Immunsystem. Dann sind Sie der, der mehr als 3,5-mal im Jahr krank wird. An Grippe erkrankt. 3,5-mal pro Jahr wird nämlich der Durchschnittsdeutsche krank. Lässt sich jedenfalls krankschreiben.... Und wenn Ihr Eiweißspiegel über 8,0 g% liegt, dann sind Sie einer von den Siegern. Ein Mensch, der ein großes Immunsystem hat, und der folglich kaum einmal krank wird. Sie können die Größe Ihres Immunsystems also mit einer simplen Messung, die jeder Hausarzt jeden Tag durchführt, selbst bestimmen.

Lernen von den Profis

Wunderschön beschrieben hat diesen Zusammenhang der deutsche Triathlet Jürgen Zäck. Der einmal sagte, dass er als Leistungssportler es gewohnt sei, 10-mal im Jahr an Grippe zu erkranken. An Husten, an Schnupfen, an Halsweh usw. Das sei eben so. Dann habe er über Eiweiß und Immunsystem gelesen, hätte seine Eiweißzufuhr auf 34% also ein Drittel seiner Gesamtkalorien täglich gesteigert und... siehe da, sei jetzt nie mehr pro Jahr krank. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Hat dann übrigens im gleichen Jahr auf Hawaii beim Triathlon den Vize-Weltmeistertitel errungen. War eben voll fit.
Verstehen Sie jetzt, dass Eiweiß Ihnen gut täte? Dass Eiweiß eine Wunderpille ist die Ihnen das Immunsystem endlich einmal so stärkt, dass Sie viel weniger oder kaum noch krank werden. Vielleicht – vielleicht auch keinen Krebs bekommen? Denn der Zusammenhang zwischen Krebs und Immunsystem ist wohl jedem Laien verständlich.

Seltener krank, schneller gesund

Sie wollen Ihr Immunsystem schlagkräftiger machen? Dann ist Eiweiß der Schlüssel dazu, denn Ihr Eiweißbedarf steigt bei einem Infekt um 30 bis 40 % an. Nur mit einer hohen Eiweißzufuhr machen Sie Ihr Immunsystem scharf und erhalten sich die Muskelmasse, um nach einer Krankheit schnell wieder leistungsfähig zu sein.
Ein Virus kann sich binnen Stunden milliardenfach vermehren. Millionen von Immunzellen müssen jetzt zur Abwehr in kürzester Zeit aus den vorhandenen Aminosäuren zusammengebastelt werden. Um an die Aminosäuren zu kommen zapft Ihr Körper auf schnellstem Wege Ihre Aminosäurenspeicher – die Muskeln – an. Das ist auch der Grund warum Sie bei jedem Infekt wertvolle Muskelmasse verlieren. Bei Infekten oder nach Operationen sollten Sie die Eiweißzufuhr um 30 % erhöhen. Mit der normalen Ernährung schaffen Sie das kaum. Da müssten Sie schon für zusätzliche 90 g Eiweiß zwei gigantische 250 g- Rindersteaks verdrücken oder zweieinhalb Liter Milch trinken. Tipp: Zwei bis drei Eiweißshakes sichern den erhöhten Eiweißbedarf bei einem Infekt.

Glutamin macht das Immunsystem scharf

Sie wissen jetzt, dass Ihre Muskeln, als größter Aminosäurenpool Ihres Körpers der Hauptlieferant für das Immunsystem sind. In den Muskeln wird auch die Aminosäure Glutamin hergestellt. Glutamin ist der Hauptbaustoff und auch Brennstoff für Ihre Immunzellen. Diese verbrennen nämlich keinen Zucker sondern Glutamin. Zu Krankheitszeiten wird fünf- bis zehnmal soviel Glutamin wie sonst aus den Muskeln herausgeholt und den Immunzellen zur Verfügung gestellt. Der Glutaminmangel ist also vorprogrammiert. Bei Glutaminmangel fällt die Aktivität der Fresszellen und Killerzellen ab und damit die Fähigkeit Viren und Bakterien zu bekämpfen oder zu verschlingen. Kurz gesagt: Das Immunsystem macht schlapp.
Tipp: Morgens und abends ein Esslöffel Glutamin kann den Aufbau und die Aktivität der Immunzellen enorm verbessern.

Ihre Immunapotheke

Auch andere Vitalstoffe unterstützen das Immunsystem

  • 2 – 3-mal so viele Vitamine: Der Vitaminbedarf zu Krankheitszeiten ist um das zwei bis dreifache erhöht. Vitamin helfen beim Eiweißaufbau des Immunsystems. Das geht am besten mit richtig dosierten Vitaminkombinationen. Die Apotheke führt die 2 Präparate, die nachweislich lohnen (nur 2!).
  • 4 – 5-mal so viele Antioxidantien: 1000 – 3000 mg Vitamin C, 400 – 600mg Vitamin E und die Aminosäure Cystein aus Molkeeiweiß
  • 50 – 90 g leicht verdauliches Eiweiß über den Tag verteilt.
  • 1 Esslöffel Glutamin morgens und abends.

Eiweiß tut Ihnen gut. Eiweiß hält Sie gesund. Nachweislich. Denn „das menschliche Immunsystem besteht aus 1,5 kg Eiweiß“. Hoffentlich. Aber das liegt ab heute ganz bei Ihnen. Schließlich bekommen Sie selten von Ihrem Hausarzt das Angebot: Möchten Sie in Zukunft statt 10-mal im Jahr lieber niemals im Jahr krank sein?
Hier bekommen Sie solch ein Angebot. Essen Sie genau wie Ihre Vorfahren (die wussten das…) ein Drittel der täglichen Kalorien in Form von Eiweiß. Heißt in der Praxis: Verdoppeln Sie mindestens Ihre Eiweißzufuhr. Und erleben Sie auf einmal wie schön das Leben sein kann ohne Grippe, ohne Bronchitis, ohne Fieber und all das lästige Halskratzen im Spätherbst.

Eiweiß tut auch Ihnen gut!

 
 
 

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