Eiweißbrot

17.09.2012
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ist derzeit in aller Munde. Also die ziemlich geniale Idee, dass unser täglich Brot nicht zwingend eine leere Kohlenhydrat-Bombe sein muss. Bombe bitte im wörtlichen Sinn.

Denn Sie wissen ja inzwischen, dass leere Kohlenhydrate Entzündungen im Blut machen. Und (praktisch) jede Krankheit beruht auf Entzündung. Und Sie wissen, dass jede aggressive Krebszelle genau von diesen leeren Kohlenhydraten lebt. Danach giert. Darauf angewiesen ist. Und Sie wissen inzwischen, dass leere Kohlenhydrate die Fettverbrennung stoppen. Zuverlässig. Also der Urgrund sind für die Übergewichts-Epidemie dieser Welt.

Drum also gibt's jetzt Eiweißbrot. Mit so etwa 30 Prozent Eiweiß und so etwa 5 Prozent Kohlenhydraten. Nur noch. Normales Brot hat ja ca. 35 bis 55 Prozent Kohlenhydrate. Kleiner Unterschied.

Und prompt wachen sie auf. Die Tugendwächter der Republik. In dem Fall die Verbraucherzentrale Bayern (VZB). Diese Verbraucherschützer (schon das Wort) warnen vor dem Eiweißbrot. Wissen Sie weshalb?

"Der Fettanteil bei den Eiweißbroten war 3 bis 10 Mal so groß wie bei normalem Brot. Deswegen werde von Eiweißbrot alleine "kein Mensch abnehmen" erklärte VZB-Ernährungswissenschaftlerin Daniela Krehl."

Na so was. Da schaudert's einen: 3 bis 10 Mal so hoch? Ein Physiker schwätzt nicht ins Leere, sondern der misst. Der guckt sich die genauen Zahlen an. Und findet doch tatsächlich, dass normales Brot so 1 bis 2 Prozent Fett, Eiweißbrot (Bäckerei Feil) 14,9 Prozent Fett enthält. Tatsächlich deutlich mehr. Einverstanden.

Das die gleichen Verbraucherschützer in der Deutschen Gesellschaft für Diabetes oder in der DGE 30 Prozent Fett für gesund und schlank machend halten, darüber schweigen wir mal. Diese Methode kennen wir ja aus dem Spiegel. Nennt sich "Lügen durch Weglassen". Und es kommt noch schlimmer: Frau Daniela Krehl hat festgestellt, dass die getesteten Eiweißbrotsorten zudem insgesamt "recht teuer" seien. Nun ja: Wenn man damit schlanker wird, wenn man die Diabetes-Epidemie in Deutschland eindämmt, wenn man Übergewicht bremst, dann haben sich die minimalen Mehrkosten doch wohl gelohnt, oder?

Einer Meinung bin ich mit Frau Krehl freilich bei der Kritik am Geschmack. Bei der "häufig schwammigen Konsistenz", bei dem "oft klebrigen und pappigen Mundgefühl". Drum hab ich persönlich für mich noch kein Eiweißbrot entwickelt. Drum schreibe ich auch so selten darüber.

Das Kriterium Geschmack steht bei mir an erster Stelle. Gilt generell. Wenn ich etwas mein Lebtag tun sollte oder möchte, dann muss es schmecken. Verführerisch schmecken. Mich süchtig machen. Genannt habe ich Ihnen einmal ein wundersames Knäckebrot. Kennen ja inzwischen viel von Ihnen. Das akzeptiere ich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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