Energiemangel

02.10.2014
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Beherrscht und überschattet das Leben von Millionen Deutschen. Weiß ich, weiß jeder Arzt, weil Sie regelmäßig darüber klagen. Ständige Müdigkeit, fehlender Antrieb, keine Motivation, Lustlosigkeit, einfach zu wenig Energie. 

Sie kennen meinen Satz: Am Anfang der Heilung steht Wissen. Erst einmal müsste man wissen, wovon man spricht. Also los: Die Energie jeder einzelnen Zelle Ihres Körpers wird in den Mitochondrien, den Kraftwerken produziert. Ich haben Ihnen das einmal als Atmungskette beschrieben. Und am Schluss dieser Energieproduktions-Kette steht ATP. Ein Phosphat.

Zwischenfrage: Kennen Sie den Phosphatspiegel in Ihrem Blut? Wenn der zu tief ist... haben Sie von vorne herein schlechte Karten. Nun gibt es einen respirometrische Messung im Blut, die den Verbrauch des Sauerstoffes als Maß der Energiekoppelung zur Synthese von ATP erfasst. Man misst also direkt auf einfache Weise die Energieproduktion. Und findet tatsächlich himmelweite Unterschiede. 

Untersucht wurden an der Uni Ulm in der Abteilung für molekulare Medizin das Blut von depressiven Patienten. Und tatsächlich war bei den depressiven Patientinnen die Leistungsfähigkeit der Mitochondrien im Vergleich zu den gesunden Studienteilnehmerinnen verringert. Außerdem – wichtig – korrelierte die Abnahme der mitochondrialen Leistung mit der Schwere der Erkrankung.

Dies galt besonders für Symptome wie Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung sowie Energieverlust und auch für Traurigkeit.

Fazit: „Offenbar verfügen depressive Patienten also über weniger zelluläre Energie in Form von ATP.“

Eine wunderschöne, schlichte, einleuchtende Erklärung. Heißt: Heb Deinen Energielevel an und die Depression schwindet. Und wie macht man das? Fallen mir spontan 10, 12, 15 Möglichkeiten ein.

Wissen Sie was? Sollte ich als Buch zusammenfassen. Titel mit dickem Ausrufezeichen: „Mehr Energie“.

 
 
 

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