Epigenetik Teil IV

22.06.2014
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Omega 3 macht Sie ausdauernd. Körperlich. In sensationeller Weise. Das wissen wir von den Knutts. Kennen Sie nicht? Knutts sind Vögel.

Lassen Sie mich so beginnen: Da gibt’s oben in Kanada Sandstrandläufer. Die im Winter als Zugvögel nach Südamerika fliegen. Da brauchen Sie ...unendliche Ausdauer. Hätten Sie auch gerne. Am Schreibtisch. Der Sandstrandläufer ist klug: Der macht erst mal einen Zwischenstopp an der Ostküste Kanadas. Und ernährt sich 2 Wochen ausschließlich von Schlickkrebsen, die einen extrem hohen Omega 3-Gehalt haben.

Und fliegt dann Tausende von Kilometern, wie uns Professor Weber, Universität Ottawa im J Exp Biol 2009 berichtet.

Könnten Sie das auch? Tausende von Kilometern...laufen? Wer weiß?

Professor Weber weiß das. Der hat nämlich andere Vögel genommen, die unsereinem eher ähneln. Virginiawachteln. Wachteln, mit ausgesprochen schwachen Flügelmüskelchen. Und die hat er 6 Wochen auf Schlickkrebsdiät gesetzt. Resultat?

Die Wachteln hatten ihre Ausdauer biochemisch beweisbar stärker gesteigert als Leistungssportler nach 7 Wochen Intensivtraining. Hat man gemessen am VO2 Max. Hat man gemessen an 4 Stoffwechselenzymen. Aus pummeligen Wachteln wurden Zugvögel.

Omega 3. Wissen auch die Knutts. Im Wattenmeer an der Nordsee. Die Knutts sind Meister im Mästen. 3 Wochen Nordseewatt lässt sie ihr Gewicht verdoppeln. Und dann fliegen sie 3.300 Kilometer nonstop. Erst dann!

Und was essen die da im Wunderwatt? Muscheln, Schnecken, Würmer. Heißt für Sie übersetzt:

Eiweiß, Vitamine, Omega 3

Das war's. Erkennen Sie`s wieder? Genetisch korrekte Kost. Macht jeden Stubenhocker zum Ausdauerathleten.

Genetisch korrekte Kost. Die drei Diamanten. Eiweiß, Vitamine und Co, Omega 3. Fällt Ihnen dabei etwas auf?

Was fehlt denn da? Da fehlt etwas ganz Wichtiges. Da fehlt der wichtigste Nährstoff Deutschlands. Laut DGE, immerhin zu 70% vom Staat finanziert, fehlten hier ganz entschieden

die Kohlenhydrate

Besser gesagt: die leeren Kohlenhydrate. Also Mehl und Zucker. Leer heißt Vitamin- leer. Leer heißt Mineralstoff-leer. Leer heißt Spurenelemente-leer. Erreicht man durch einen einfachen tollen Trick: Man nimmt das volle, wertvolle Korn und mahlt es aus. Da fehlen schon mal so 50,60, 70% der Mineralien.

Das reicht aber nicht. Dann nimmt man das Mehl und macht es heiß. Im Backofen. Und dann fehlen endgültig so 50, 60, 70% Vitamine.

Den übrig gebliebenen Müll wirft man jetzt nicht etwa dahin, wohin er gehört, sondern den...isst man. Ganz Deutschland. An jeder Ecke finden Sie eine Bäckerei. Hochmodern wie Sie wissen.

Die Menschwerdung machen wir etwa bei 1,8 Millionen Jahren fest. Mehl gibt es aber erst 9.000 Jahre. Kennen unsere Gene nicht! Zucker ist sogar noch moderner. Wir denken uns nichts dabei. Wir sind eben so erzogen.

Was leere Kohlenhydrate in uns ausrichten, hat uns die Harvard Universität im August 2007 verraten. Die haben wieder einmal so etwas ganz Raffiniertes ausgedacht: Die haben über 1.000 Darmkrebskranke gefunden. Bereits operiert, bereits Chemo. Also geheilt. Und haben die einen genetisch korrekt ernährt, die anderen auch mit leeren Kohlenhydraten.

Resultat: Brot macht Darmkrebs. Menschen, die auch Vollkorn und Zucker, also Dessert gegessen hatten, hatten eine 3,25 höhere Chance, erneut Darmkrebs zu bekommen. Wieviel Beweis braucht es eigentlich noch?

Auch dieser Mechanismus ist genetisch. Das Gen kennen wir. Heißt TKTL1-Gen. Entdeckt 2005 von einem deutschen Wissenschaftler am Krebsforschungszentrum Heidelberg. Also an der Forschungsinstitution Nummer 1 in Deutschland.

Aggressive Krebszellen, so Dr. Coy, haben ein aktiviertes TKTL1-Gen. Und verbrauchen daraufhin 31 mal mehr Zucker. Ernähren sich von Zucker. Kann man übrigens ganz leicht beweisen während einer Operation. Faustgroßer Darmkrebs. Man öffnet den Bauch, und entnimmt vor dem Darmkrebs und hinter dem Darmkrebs Blut. Und misst den Zuckergehalt. Der verschwindet einfach im Krebs.

Aggressive Krebszellen haben also eine Schwachstelle: Die brauchen Zucker. Und wenn sie den nicht mehr bekommen dann...sterben sie. Dieser Satz ist für mich der glücklichste meiner gesamten medizinischen Laufbahn.

Mit diesem Satz wird Krebs uns zugänglich. Mit diesem Satz bekommt der Patient selbst ein Werkzeug in die Hand, etwas gegen seinen Krebs zu tun: Er kann ihn aushungern.

Bewiesen bereits in der DZO 2007, wo Kernspinbilder im Gehirn und von der Leber gezeigt werden. Hirntumor und Lebermetastasen. Die innerhalb weniger Monate sich verkleinern oder ganz verschwinden, wenn der Mensch keine (besser gesagt fast keine) Kohlenhydrate zu sich nimmt. Eine absolute Sensation.

Wird übrigens seit 2007 an der Universität Würzburg praktiziert. Wird im Internet erklärt, wird im Internet mit wunderschönen Rezepten untermauert. Ist also bereits gängige Praxis. Gängig? Wussten Sie davon?

Übrigens der Grund, weshalb Tiere keinen Krebs kennen. Keinen aggressiven, metastasierenden Krebs. Tumore kommen vor auch bei Tieren. Aber eben nicht Krebs, so wie wir das verstehen. Gibt es nicht. Woran das liegt?

Ist mir erst vor Kurzem aufgegangen, als ein Sportler mit fragte, woher eigentlich die Stiere ihre Muskeln haben. Wenn Sie sich so einen spanischen Kampfstier vorstellen...Muskeln hat der. Unbestreitbar. Aber woher?

Der Stier frisst doch nur...Gras! Ausschließlich. Oder glauben Sie, dass der sich nachts heimlich hinter dem Stall mit seinen Kollegen trifft am Lagerfeuer, wo sie sich Steaks brutzeln? Wir sehen das bloß nicht? Glaube ich nicht.

Der Stief frisst nur Gras. Woher hat er dann seine Muskeln, also massives, kompaktes Eiweiß?

Gras ist Zellulose. Das sind Zuckermoleküle, wie eine Kette aneinander gereiht. Aber sehr, sehr stark vernetzt. Viel stärker als in der Kartoffel oder im Reis. Diese Vernetzung kann weder der Mensch noch der Stier im Magen aufbrechen. Wir können Gras gar nicht verdauen. Der Stier isst...umsonst?

Tut er nicht. Der hat im Magen Bakterien. Und diese Bakterien vergären die Zellulose, brechen diese Zuckermoleküle auseinander und verwandeln sie in...Fett! In Fettsäuren. Der Stier ernährt sich von Fett. Ausschließlich.

Nicht so ganz. Das Fett ist seine Energie. Mit dem Fett rennt er herum. So wie ja auch jeder Eskimo. Der als einzige Energiequelle das Fett hat.

Der Stier kennt eben noch einen zweiten Trick: Die Bakterien. Die er massenhaft hat im Magen. Diese Bakterien bestehen aus Eiweiß. Reineiweiß. Protein. Und die verdaut er in riesigen Mengen täglich mit.

Zusammengefasst: Der Stier ernährt sich von genau zwei Dingen: Von Fett und von Eiweiß. Das war`s. Fett ist seine Energie. Damit lebt er. Und Eiweiß sind seine Muskeln. Das ist sein ganzer Körper. Der Witz an der Geschichte: Stiere essen keine Kohlenhydrate. Keinen Zucker. Kein Mehl. Und kriegen deshalb keinen Krebs. Und das können Sie übertragen auf sämtliche wild lebende Tiere.

Denn selbst Affen, die ja immerhin zwischen all den Blättern und Trieben und grünen Bananen auch einmal ein bisschen süßes Obst essen, haben keinen wirklichen Zuckeranstieg im Blut. Kann man messen. Obst, natürliches Obst (!) hat einen niedrigen glykämischen Index wie Sie wissen.

Dass man durch Verzicht auf Kohlenhydrate Krebs aushungern kann, weiß selbstverständlich die Industrie. Nur leider die andere Industrie. Die Industrie für Tiernahrung. So eine US-Firma heißt Hill`s. Und die schreibt auf ein Plakat, zu finden auf der Türinnenseite meines Tierarztes in meiner Heimatstadt, da schreibt die also hin:

Unser Futter enthält mehr Eiweiß und Omega 3, dafür weniger Kohlenhydrate „zur Fütterung des Tieres, nicht des Krebses“.

Sie… essen Kohlenhydrate zur Fütterung des Krebses. Tja. Täglich sterben 580 Deutsche an Krebs. Ungutes Thema. Bedrückend. Lassen wir das. Sag ich Ihnen lieber was Nettes. Frohmedizin. Natürlich wieder so ein Gen. Ein Gen, das mein persönliches Leben auf den Kopf gestellt hat. Mich verwandelt hat. Das Ding heißt

PPAR delta

Ein Gen, das schlank macht und ausdauernd macht. Bewiesen 2010 an der Universität Birningham.

Und wie aktiviert man das Gen? Wie schaltet man das ein? Wie beeinflusst man also den Ein-schalter, den ja jedes Gen, wie Sie gelernt haben, bei sich trägt?

Indem man Kohlenhydrate weglässt. Bewiesen. Immer dann wenn (Zitat) „Kohlenhydrate zur Energiegewinnung fehlen“, wird der Mensch

  • schlank
  • ausdauernd

Ist das nicht herrlich? Diese modernste Genmedizin lernen zunehmend meine Sportler. Die fangen gerade an, Nudelparties vor dem Marathonlauf zu verstehen. Eine Nudelparty am Abend vorher macht...dick und träge. Etwas Herrliches...

…wenn der Gegner an der Nudelparty teilnimmt. Hat mich schon vor 20 Jahren amüsiert. Und jetzt endlich spricht es sich rum.

Wenn Sie krebsfrei leben wollen, wenn Sie schlanker und ausdauernder werden wollen, dann heißt die Gebrauchsanleitung entweder negativ: Keine Kohlenhydrate oder – mir viel lieber – positiv, im Sinne der Frohmedizin:

Eiweiß. Leben heißt Eiweiß.

Jetzt verstehen Sie, weshalb ich seit über 20 Jahren von Reineiweiß lebe. Von höchstwertigem, cholesterin- und purinfreiem Proteinkonzentrat. Die einfachste Form, auf Kohlenhydrate zu verzichten.

 
 
 

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