Epigenetik

26.07.2014
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Ein bisschen stolz bin ich schon. Manchmal. In letzter Zeit öfter. Immer öfter. Je mehr ich lese und vergleiche. Eigene Gedanken mit denen anderer. Mit Gedanken von Menschen, die ich verehre: ein solcher heißt Ernst Peter Fischer. Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Uni Heidelberg.

Ein bewunderswerter Wissenschaftler. Gucken Sie sich bloß mal ein Foto von ihm an. Hat viele, viele berühmte Sachbücher geschrieben wie „Das große Buch der Evolution“, „Die kosmische Hintertreppe“ oder „Die Hintertreppe zum Quantensprung“. 

Prof. Fischer kann wundervoll erklären. Weshalb? Weil er eben immer noch mehr weiß und so ungeahnte Zusammenhänge darstellen kann.

Ganz neu, von 2012 sein Büchlein „GENial!“ In diesem Büchlein äußert sich ein solch berühmter Mann über Epigenetik. Ein Ihnen, liebe Leser, ja sehr vertrauter Begriff. Ach wenn Sie wüssten... Aber zuerst Fischer:

„Viele Biologen überlegen inzwischen, was nach den Genen kommt, was nach den Genen wirkt, wenn sie ihre Schuldigkeit getan haben. Sie tun dies unter einer Überschrift, in der die erste Silbe nicht post sondern epi heißt. Damit konnte das neue Gebiet der Epigenetik etabliert werden...Das Epigenetische zeigt, wie die Gene mit der Umwelt kommunizieren. Es wird bestimmt immer wichtiger, dieses Wechselspiel von innen und außen zu erkunden...“

Es wird immer wichtiger. Prof. Fischer hat den Überblick und kann das beurteilen. Wie es große Menschen ja generell kennzeichnet, die Fähigkeit, zwischen wichtig und unwichtig zu trennen. Das kann nur, wer den Überblick hat.

Fischer hat den Überblick. Und hält Epigenetik für immer wichtiger.

Bringt mich zum Kernpunkt: Ihnen allen ist Epigenetik ein längst vertrauter Begriff. Sie wissen Bescheid. Sie wissen, worum es hier geht. Sie wissen, dass wir unsere Gene in unseren eigenen Händen haben. Jedenfalls 98%. Sie ein- und ausschalten können. Sie kennen sogar eine Vielzahl dieser Schalter.

Prof. Fischer bringt  Sie darauf: Sie sind Ihren Mitmenschen weit voraus. 99% der Menschen um Sie herum wissen all das nicht. Die wissen nicht, dass sie mit Vitamin D Brustkrebsgene abschalten können. Beispielsweise. 

Natürlich wird Prof. Fischer einmal ein Buch über Epigenetik schreiben. Weil es „immer wichtiger wird“. Nur: wetten, dass Sie das meiste von all dem längt schon wissen. Sie, liebe Leser?

Wir sind unserer Zeit wieder einmal ... ein bisschen voraus. Wieder einmal.

 
 
 

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