EPO

10.10.2012
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Ist die Abkürzung für Erythropoetin, ein natürliches im Körper vorkommendes Hormon, welches die Blutbildung ankurbelt. Wird in der Medizin verwendet bei nierenkranken Patienten, um deren Anämie, deren Blutarmut zu verbessern. Ihnen damit mehr Sauerstoff im Körper zu verschaffen.

Natürlich kann man das Hormon auch gesunden Menschen spritzen. Tut man im Radsport so etwa seit 1990. Erklärt (ausnahmslos) all die extremen Leistungen bei der Tour de France. Das darf man heute, nach dem Buch von Taylor Hamilton, einem Gefährten von Lance Armstrong, durchaus so feststellen.

Ich bewundere all diese Ihnen wohl bekannten Sportler trotzdem. Denn von Hamilton habe ich gelernt, dass es auch mit Doping genauso weh tut, den Berg hochzufahren. Man fährt eben nur ein bisschen schneller.

Was heißt das für uns Normalsportler? Wissen wir ganz genau. Können Sie nachlesen im European J. Appl Physiol. Dort wurden 16 fitte Radfahrer in zwei Gruppen geteilt. Acht bekamen EPO gespritzt, acht ein Placebo. Getestet wurde

  • Maximalkraft, indem man einfach die Watt-Zahl alle 90 Sekunden gesteigert hat, bis die Burschen nicht mehr konnten.
  • Die Ausdauer, in dem man bei 80% Maximallast treten ließ, bis es nicht mehr ging. Die Zeit wurde gemessen.

Ergebnis: Die Maximalkraft stieg um 13%, nämlich von 330 Watt auf 374 Watt. Und die Ausdauer stieg um 54%, nämlich von 22 Minuten auf 33,5 Minuten.

Wer sich ein bisschen auskennt, weiß, dass das Wahnsinn ist. In nur 4 Wochen! Niemals durch normales Training erreicht werden kann.

Erklärt die herzerhebende Beobachtung bei der Tour de France, dass gelegentlich schwergewichtige Athleten auch an steilsten Bergen "wie mit einem Moped" an der gesamten Gruppe vorbei zogen und in der Ferne entschwanden...

Guck ich mir fast täglich auf DVD an. Herrlich.

PS: Gesehen? Weltmeisterschaft soeben im September 2012? Am letzten Berg düst Gilbert "wie mit einem Moped" an der gesamten Spitze vorbei und gewinnt. Ach ja.

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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