Es geht ums Hirn

07.03.2011
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Der alles entscheidende Grund, Sport zu treiben, war für mich jedenfalls immer mein Gehirn. Mein Denken. Meine Gedächtnisleistung. Kurz: Alles das, was einen Kopfarbeiter ausmacht. Denn das menschliche Gehirn hat, laut Prof. Eysel, Uni Bochum, die Fähigkeit, den Alterungsprozess nicht nur aufzuhalten, sondern ihn sogar umzudrehen.

Dieser Satz ist die Basis der forever young Idee.

Seit neuestem gibt es Zahlen. In der Uni Pittsburg hat Prof. Erickson Senioren studiert. 55 - 80 Jahre alt. Ein Jahr lang. Hat sie Sport treiben lassen oder eben auch nicht. Und dann den Hippocampus vermessen.
Sie erinnern sich: Die Umschaltstelle zwischen Kurzzeit- auf Langzeitgedächtnis. Hier wird entschieden, ob Sie sich etwas merken können oder nicht. Dieser Hippocampus schrumpft im Alter. Wie so vieles. Das war bekannt. Wir wissen heute sogar genau, um wie viel: jährlich 1,4 Prozent. In zehn Jahren ist Ihr Zentralgedächtnis also um 14 Prozent geschrumpft.

Das merken Sie.

Und jetzt das Glücksmoment: Prof. Erickson berichtet, dass der Hippocampus in der Sportgruppe sich jährlich zwei Prozent vergrößert hat. In zehn Jahren also um

20 Prozent.

Der Unterschied zwischen Sportler und Nichtsportler, auf das Gedächtniszentrum bezogen, ist in 10 Jahren also 34 Prozent. Ein Drittel! Wenn das keine Sensation ist ...

Prof. Erickson betont, "es sei nie zu spät mit Sport zu beginnen, um Denkleistung und Hirnvolumen zu verbessern". Ich zitiere das, weil Sie mich immer so resignierend und traurig fragen, ob's denn noch einen Sinn hätte ...

Es ist nie zu spät!

 

 

 

 

 
 
 

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