Es gibt Spielverderber

22.07.2008
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die mir schwer im Magen liegen. Ein solcher hat kürzlich an den berühmten Marathontrainer Peter Greif folgendes geschrieben:

„Mit großem Interesse aber auch mit einer tiefen Befriedigung habe ich den Artikel in Ihrem Newsletter gelesen (www.greif.de). Im Jahre 1996 habe ich auf Hawaii erstmals Kontakt mit der sogenannten „Balance-Diet“ gehabt. Ich habe mir dort das Buch „Enter the Zone“ von Dr. Barry Sears gekauft und gelesen. Auch er weist darauf hin, dass unsere Ernährung, auch die der Sportler, viel zu reich an Kohlenhydraten ist.

Ich habe damals begonnen meine Ernährung umzustellen. Nach 3 Monaten disziplinierter Ernährung nach den oben genannten Regeln (30 EW/40KH/30Fett) machte ich einen Leistungstest und hatte noch nie eine so gute Sauerstoffaufnahme und so einen geringen Körperfettgehalt. Zu dieser Zeit war ich aktiver Triathlet und spürte keinen Nachteil in sportlicher Hinsicht. In meinem Bekannten- und Sportlerkreis fand ich zu dieser Zeit leider gar kein Gehör für diese Art Ernährung. Damals war, vor allen bei Triathleten, der Fokus auf Kohlenhydraten; mindestens 70% mussten es schon sein. Ich habe letztes Jahr mit 49 Jahren ein Comeback auf der Ironman-Distanz in Roth gegeben. Die Zeit von 9:03 Stunden bestätigt, dass das Ganze nicht so falsch sein kann“.

9:03. Eine Stunde schneller als ich. Und der wird nicht mal rot. Das nenne ich Spielverderber. Aber das Schlimmste kommt ja erst:

Letzte Woche hatscht dieser inzwischen 50-jährige Opa hier auf meiner Hausstrecke noch einmal den Ironman mit. Rennt den abschließenden Marathon in 2:59. Und braucht insgesamt 8:53. Überirdisch. Da bekomme ich Atem-Aussetzer.

Und hab mir gedacht: Ätsch. Und noch einmal: Ätschebätsch! An Euch alle, die Ihr glaubt, leere Kohlenhydrate machen ausdauernd und schnell. Wann endlich wacht Ihr auf? 8:53 geht einfach nur mit Eiweiß. Das hat schon Jürgen Zäck erkannt.

Übrigens, dieser Spielverderber heißt Helge Babel aus der Schweiz und ist den Swiss Alpin Marathon auch eine ganze Stunde (1 Stunde) schneller gerannt als ich. Verzeih ich ihm nie.

 
 
 

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