Eskimos

27.06.2011
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Nenne ich das gesündeste Volk der Welt. Sie bräuchten das Lebensverhalten dieser unserer Kollegen nur zu imitieren und würden nicht mehr krank. Ganz einfach.

1984 haben kanadische Ärzte über 30 Jahre Forschung bei den Eskimos berichtet. Da finden wir so Schmankerln wie: Bis 1966 gab es nicht einen einzigen Fall von Brustkrebs bei den Eskimos. Nicht einen einzigen. Zwischen 1967 und 1980 fanden sich zwei Patientinnen. Wurden berühmt. Wir haben im gleichen Zeitraum Millionen erlebt.

Die Wissenschaft stimmt überein, dass Krebs vom Lebensstil abhängt. Die entscheidenden drei Krebs-Vermittler sind

Übergewicht, Diabetes, metabolisches Syndrom.

Wobei metabolisches Syndrom mit Insulinresistenz übersetzt werden kann. Genau das war die Zusammenfassung eines Reportes 2007 der zwei führenden Krebsinstitute Amerikas.

Zwei Wissenschaftler haben sich besonders hervor getan: C. Thompson vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York und L. Cantley von der Harvard Medical School. Beide sind sich einig: bis zu 80 Prozent der Krebszellen verdanken ihre krankhafte Veränderung dem Insulin.

Bei Mäusen kann man das Insulin-Gen abschalten. Beim Menschen geht das noch viel einfacher: Die beiden Forscher, Cantley und Thompson halten als gesichertes Wissen 2007 fest, dass wir nur

Schlank und bewegt

sein müssten, um keinen Krebs mehr zu bekommen. Natürlich weil man so ein ganz tiefes Insulin hat. Die beiden Forscher kommen - indirekt - zu dem Schluss "Zucker macht Krebs". Betonen freilich, dass man die dahinter stehende Empfehlung lieber nicht öffentlich ausspricht. Jedenfalls ziehen sie beide persönliche Konsequenzen: Beide verzichten auf Zucker und auf Fruktose (Mais Sirup, üblich in den USA). Cantley lässt sich zitieren mit: "Zucker macht mir Angst". Sie glauben wirklich nicht, was derzeit in den USA los ist. In den letzten zwei Jahren. Wie diese Bemerkungen zunehmend ernst genommen werden. Wie präzise die Bemerkung des Kinderarztes Prof. Lustig dazu passt: "Zucker ist Gift".

PS: Wollen wir bitte nie vergessen, dass sich eine Kartoffel in Ihrem Mund in Zucker umwandelt. Und Brot sowie Nudeln für Ihren Körper auch nichts anderes sind als ... Zucker.

Wir erleben soeben radikales Umdenken.

 

 

 
 
 

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