Essen kann Wunder bewirken!

27.10.2013
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Wann immer einer der unzähligen Ernährungsexperten Ihnen etwas von Kalorien erzählt. Kalorien berechnet. Ihnen mit Dinosaurier-Sätzen kommt wie: Dick werden Sie dann, wenn Sie mehr Kalorien essen als Sie verbrauchen ... dann winken Sie bitte ab. Wie gesagt: Wissen aus dem 19. Jahrhundert. Längst überholt. Entscheidend sind, wie Sie inzwischen wissen, nicht die ausgerechneten Kalorien, sondern die Wirkung einzelner Nahrungsbestandteile auf Hormonfunktionen an und in den Fettzellen. Zum Beispiel: Kohlenhydrate sind nicht einfach Kalorien, sondern sie stoppen die Fettverbrennung. Eiweiß sind nicht einfach Kalorien, sondern räubert Ihnen Körperfett (spezifisch dynamische Wirkung). Eiweiß macht also schlank. Ob Sie’s glauben oder nicht: Den meisten deutschen Ernährungsexperten einfach nicht bekannt.

Essen kann noch sehr viel mehr. Hinter der Nahrungsaufnahme tun sich – dem Kenner jedenfalls – Wunderwelten auf. Man spricht heute in der Fachwelt tatsächlich schon von

Food as a hormone

Essen wirkt genau so wie Hormone. Hält also nicht nur einfach so am Leben. Beispiele gefällig?

  • Omega 3 aktiviert den Rezeptor GPR 120. Und der gibt das Signal, Entzündungen herunter zufahren, Gewichtszunahme zu stoppen. Heißt: Omega 3 wird nicht einfach zu Energie verarbeitet, sondern transportiert höchst erwünschte Botschaften.
  • Andere Fette aktivieren den Rezeptor PPAR Gamma, der die Fettzelle überredet, Fett nur so zu bunkern. Und der außerdem in Ihrem Gehirn „Hyperphagia“, also richtiggehende Fresssucht auslöst. Diese Studien haben uns gezeigt, wie fettreiche Mahlzeiten Fresssucht und Übergewicht aktivieren über spezielle Rezeptoren im Gehirn.
  • Die berühmten drei BCAA ( verzweigt-kettige Aminosäuren), besonders Leucin, aktiviert direkt mTOR im Gehirn, bremst dadurch höchst elegant Ihren Appetit und schlussendlich die Gewichtszunahme. Ein aktives mTOR-System hält Menschen schlank. Aminosäuren!

Das sind nur einige Beispiele. Die zeigen, was die Mehrzahl der deutschen Ernährungsexperten noch überhaupt nicht verstanden haben: Kalorien zählen ist 19. Jahrhundert. Wir sind heute wesentlich weiter. Wir verstehen langsam, wie man mit einzelnen, geschickt hervorgehobenen Nahrungsbestandteilen Appetit, Sättigung, Gewichtszu- sowie -abnahme direkt steuern kann.

Diese Erkenntnis wurde uns soeben in (Science Vol 339, 22.02.2013) als völlig neu und originell angeboten. Hoffentlich haben Sie beim Lesen nicht gegähnt: Der Gedanke „Food as a hormon“ ist Ihnen ja nun wohl schon 20 Jahre vertraut. Präzise diese Vorstellung führte ja zu dem 4-Komponenten-Eiweiß mit möglichst viel Tryptophan.

Präzise diese Hormon-Vorstellung führte zu Amino Ampullen, angereichert mit Arginin und Ornithin zur direkten Stimulation des sogenannten Jungbrunnens. Auch wenn es unglaublich klingt, ein biochemisches Fakt. Siehe News vom 10.10.2008, 20.08.2012 und 21.08.2012

Essen war früher für mich ein – keine Zeit, keine Zeit – notwendiges den Bauch füllen. Heute ist jeder Bissen für mich ein Wunder. Weil in meinem Geiste Bilder auftauchen über all die glücklichen, segensreichen Wirkungen, die wir einzelnen Aminosäuren oder Omega 3 oder Vitaminen verdanken.

 
 
 

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