Fisch und Leben

11.11.2009
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Kennen Sie die Rolle der Hausfrau? Die stellt sich am Vormittag in die Küche, nimmt die Nahrungsmittel, die die Natur uns gibt und bemüht sich gewissenhaft und eifrig, all die Vitamine, all die Vitalstoffe, all die Zauberelemente aus der Kost zu entfernen, so gut das geht, und füttert den übriggebliebenen Müll ihrem Ehemann, und wundert sich, wenn die Nacht so verläuft, wie sie verläuft.

Verstehen Sie das? Wir zerstören unsere Kost. Wir erhitzen sie, wir kochen sie. Deswegen - Essen Sie Leben! Essen Sie Kost, die noch Vitamine, Vitalstoffe, die ganzen Zauberelemente wie Zink und Selen enthalten.

Leben ist ein Apfel. In den Boden gesteckt, wächst ein Baum. Sie machen Apfelkuchen. Stecken Sie den Kuchen mal in den Boden und warten Sie. Sie werden lange warten. Leben ist ein Salatkopf, im Garten abgestochen. Zwar in dem Moment getötet - aber die Säfte zirkulieren noch. Eine Zeit lang. Der Salat bleibt noch einige Stunden frisch. Am Leben. Nur ganz so leicht ist das nicht. Sie könnten nämlich auch den Ärmel hochkrempeln, in das Wasserbassin fassen, den zappelnden Fisch herausholen, ihm den Kopf abhacken, feine Scheiben machen und ... essen. Sushi.

Die da drüben essen Leben. Die Japaner sind vielleicht nicht ganz zurückgeblieben. Die Japaner haben die längste Lebenserwartung jedes zivilisierten Volkes. Und dabei sind sie eindeutig mit der höchsten Umweltvergiftung belastet. Die Japaner essen Leben. Und was tun Sie?

Jeden Tag nehmen Sie eine tote Ratte am Schwanz, tauchen die ins kochende Wasser und warten, bis sie aufplatzt und stinkt. Und das lassen Sie sich servieren. Sie nennen das Sauerbraten oder Schnitzel, oder Rehkeule, oder, oder, oder. Tote Ratten. Auch nichts anderes. Davon ernähren wir uns.

Ganz ernsthaft: Wer tot isst, ist tot. So sind Vitamine definiert worden. Für diese Erkenntnis gab es Nobelpreise. Natürlich stirbt man nicht sofort, sondern schön langsam. So, dass Sie die normale Lebensspanne von 120 mit Sicherheit nicht erreichen. Wir essen unseren Tod.

 
 
 

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