Folsäure und Kinderwunsch

17.08.2019 | Strunz
 

Spermien haben manchmal Chromosomendefekte. Kommt vor. Kann man sehen. Nur: aus
diesen Spermien entsteht kein Kind. Das Ehepaar wundert sich.

Bis zu 30 Prozent weniger Chromosomendefekte in den Spermien findet sich bei Männern
mit hohem Folsäurekonsum (700‐1150 μg), verglichen mit Männern, die wenig Folsäure, also
normale Nahrungsaufnahmen.

Professor Young von der Universität von Kalifornien empfiehlt also, „die Folsäureversorgung
nach oben zu korrigieren“, wenn Sie sich Kinder wünschen.

 

Besonders pikant: dieser Professor stellt fest, dass diese seine Studie „der erste Nachweis sei, dass die Ernährung des Vaters eine Rolle für die gesunde Entwicklung des Fötus spielt“.

Für Menschen mit gesundem Menschenverstand war das zwar schon immer eine
Selbstverständlichkeit. Aber immerhin: jetzt ist es wissenschaftlich bewiesen.

 

Lassen Sie mich kurz erinnern: sogar die DGE spricht davon, dass 99% der Deutschen
zuwenig Folsäure aufnehmen. 99%. Soviel zum Kinderwunsch. Zum vergeblichen.

Weil's mir am Herzen liegt: verfallen Sie bitte nie dem Irrtum, an eine einzelne Substanz zu
glauben. Es sind immer mehrere, im Zweifel alle ca. 47 essentielle Stoffe. Ohne die Leben
einfach nicht möglich ist. Folsäure ist ein prägnantes Beispiel.

Übrigens: Die ca.47 Stoffe kann man im Blut messen. Wir messen einige davon ... und erschrecken regelmäßig.

 
 

News Schlagwörter