Forever Young ist essbar

06.10.2016
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Sehr einfache Weisheit der Naturwissenschaft: Von nix kommt nix. Und was brauchen wir, damit was kommt? Fett. Eiweiß. 47 Vitalstoffe. Immer wieder. Sonst wird das nix mit der Anstrengung.

Omega 3 verlängert die Telomere

Können wir auch von den fliegenden Wintersportlern, den Lummen lernen. Die tauchen auf der Nahrungssuche 60-200 m tief und so lange, bis sie ihr physisches Limit erreicht haben. Und das täglich (Nachdenken!). Dabei ernähren sie sich von Fischen, Krebstieren, Schnecken und Muscheln. Also von Omega 3 und Proteinen.

Und wovon ernährt sich der Mensch? Von Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln. Kohlenhydrate, damit kann man keine neuen Muskelzellen aufbauen. Dabei geht es heute auch anders, man muss nicht einmal Fisch oder Krill wie die Seevögel direkt essen. Gibt es als Omega-3-Kapseln – ganz ohne Fischgeschmack.

Omega-3 lässt nicht nur neue Muskelzellen wachsen, es verlängert auch die Telomere, die chromosomalen Alters-Standanzeiger einer jeder Zelle. In der Medizin gilt es nun als bewiesen, dass die Telomere die verbleibenden gesunden Lebensjahre anzeigen. Sie werden von Jahr zu Jahr kürzer, unwiderruflich, sagen Pessimisten. Wir können sie aber mit genetisch korrektem Leben wieder zum Wachsen bringen, sagen Molekularmediziner.

Das Gleiche, um nochmal kurz ins Packeis zurückzukehren, gilt für unsere neuen Helden, die Dickschnabellummen. Forscher aus Norwegen, Kanada und Nordamerika haben die Seevögel gemeinsam untersucht. Ergebnis: Die Jungvögel hatten zwar etwas längere Telomere als die älteren Exemplare, aber Vögel aus drei der vier untersuchten Kolonien zeigten Telomere, die innerhalb des Untersuchungszeitraums von einem Jahr in ihrer Länge zunahmen. Auch bei den älteren Kandidaten. Zunahmen! Heißt: Längeres Leben.

Das waren die Kolonien mit einem sehr guten Nahrungsangebot, viel Omega-3. In der Kolonie mit der schlechten Versorgung schrumpften die Telomere. Gleichzeitig nimmt man an, dass die Cortisolwerte der Vögel ansteigen, wenn sie nicht genügend Nahrung finden. Das heißt Stress. Der ist bekanntlich ein Telomeren-Verkürzer. Daraus folgt eisklar: Die Telomerlänge hängt nicht vom Alter ab, sondern von den Lebensbedingungen. Epigenetik!

Heißt für uns Menschen: Anstrengen (Sport) und viel Omega 3 essen! Bewiesen: Bereits 2010 wurde eine Studie veröffentlicht, die zeigte einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Länge der Telomere und der Konzentration an marinem Omega 3 im Blut. Untersucht wurden Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße, über fünf Jahre. Die Telomere derer mit den höheren Omega-3-Werten schrumpfen langsamer.

 
 
 

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