Frage und Antwort

12.06.2014
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Da passen heute aber zwei Mails zusammen...wie die Faust auf's Auge. Beginnen wir mit einem Insider. Beschäftigt am Krankenhaus. In der Kardiologie. Ein Fachmann, der also zwangsläufig Bescheid weiß. Der stellt die richtige Frage:

"Wenn man sich aber heute so ansieht, wie "leitliniengerechte" Behandlung in den Krankenhäusern so praktiziert wird, es quasi vorher abgesteckt ist, dass man eben als kardiologischer Patient grundsätzlich mit Betablockern oder Sartanen, Statinen, ASS, Clopidogrel oder anderen Blutverdünnern nach Hause geht...

Im Brustzentrum jede Frau, welche so unvorsichtig war, völlig beschwerdefrei zum Mammographie-Screening zu gehen, hierbei etwas Unklares festgestellt wurde, eine Biopsie über sich ergehen lässt - welche dann den "Haustierkrebs" so richtig ärgert und behandlungspflichtig macht – ich frage Sie...

Haben Sie noch irgendwelche Illusionen, dass sich an unserem krank geschmolzenen leitliniengerechten, Pharmaindustrie-gelenkten Gesundheitssystem irgendetwas zum Patientenwohle ändert?"

Das war die Frage. Was soll man da antworten? Nun, hören wir einer glücklichen Patientin zu:

"Ich bin sehr begeistert von und dankbar für das neue Buch. So etwas sollte als Lebensunterricht an Schulen gelehrt werden – denn anders als der Steizeitmensch brauchen wir heute leider ein Navigationsgerät durchs Leben, denn der Steini wurde noch nicht so zugeschüttet mit verhängnisvollen Wahlmöglichkeiten. Da tut so ein komprimierter Wegweiser richtig gut."

Das war die Antwort. Wir haben tatsächlich zu viele verhängnisvolle Wahlmöglichkeiten. Ich erinnere an Aldi und Lidl. Es gibt ihn aber, den komprimierten Wegweiser. Forever young.

Der nämlich hat gerade diese Patientin aus der Hölle der Multiplen Sklerose geführt. Und lässt sie jetzt (Zitat) strahlend lächeln! Mehr geht nicht.

 
 
 

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