Frohmedizin

22.03.2006
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Ärzte warten in aller Regel, bis der Mensch krank wird. Bis er in ihre Praxis kommt. Und dann kümmern sie sich um ihn, besser gesagt um seine Krankheit. Und zwar in hervorragender Weise, unter Aufopferung ihres Privatlebens auch nachts, unter Einsatz aller technisch machbarer Mittel.

Das ärztliche Gelöbnis lautet merkwürdigerweise ein bisschen anders, nämlich „ die Gesundheit zu erhalten und wieder herzustellen“.

Da steht kein Wort von Krankheit. Da steht, der Arzt sollte dem Menschen die Gesundheit erhalten. Er hat sich also an gesunde Menschen zu wenden und ihre Gesundheit zu erhalten. Er hat nicht abzuwarten, bis der Mensch krank wird und seine Praxis betritt.

Und wenn der Arzt einmal nicht aufgepaßt hat, wenn der Mensch krank geworden ist, so steht in dem Gelöbnis, dann hat er die Gesundheit wieder herzustellen. Also nicht etwa die Krankheit zu behandeln, nicht etwa Zuckerkrankheit mit einer Tablette zuzudecken, nicht etwa den Blutdruck mit einer Tablette einfach zahlenmäßig abzusenken, sondern er hat die Gesundheit wieder herzustellen.

Das heißt ganz praktisch dass Medikamente, Tabletten, Pillen vielleicht anfangs, kurzfristig eingesetzt werden können und müssen, aber ganz sicher nicht auf Dauer. Denn ein Leben mit Medikamenten ist ja wohl keine Gesundheit.

Und so kommen die Mediziner zunehmend auf den Begriff der Vorsorge. Der Präventiv-Medizin. Ca. 3% der Mittel im Gesundheitswesen werden für diese Art der Medizin aufgewendet. Nur 3%. 97% sind da für Reparatur-Medizin.

Das Dumme ist, daß Präventiv-Medizin nicht funktioniert. Es nützt nichts, mit erhobenem Zeigefinger dem Menschen zu drohen: wenn Du weiter rauchst bekommst du Lungenkrebs. Hören die etwa auf? Wenn Du weiter Alkohol zu Dir nimmst stirbst Du an Lebercirrhose. Hören die Menschen auf, täglich Wein zu trinken? Wenn Du Dich nicht bewegst, gehen die Gelenke kaputt und Du bekommst einen Herzinfarkt. Bewegen sich jetzt alle Deutsche jeden Tag? Wenn Du Übergewicht hast, bekommst du doppelt so häufig Krebs. Nun....... die Anzahl der Dicken in Deutschland steigt.

Präventive Medizin ist zwar intellektuell richtig, aber emotional wirkungslos. So entstand Frohmedizin.

Frohmedizin schildert dem Menschen, dass das Leben auch leicht, schlank, glücklich, fröhlich sein kann. Und wie leicht man das erreicht, nämlich durch Bewegung – Ernährung – Denken. Und dass man dann, wenn man sich diesen erstrebenswerten Zielen zuwendet, für welche die Leute sich leicht begeistern lassen, plötzlich die Gesundheit nebenbei geschenkt bekommt.

Das ist Frohmedizin.
Neugierig geworden? Das Buch „Frohmedizin“ von Ulrich Strunz gibt es beim Heyne-Verlag und hier im Online-Shop.

 
 
 

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