Fruktose in der EU

24.01.2014
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Fruchtzucker. Kennen Sie inzwischen. Auf diesem Wort basiert die amerikanische Wirtschaft. Wird dort gewonnen aus unendlich weiten, wogenden Maisfeldern. Über die Subventionspolitik hatte ich bereits gesprochen. Fruchtzucker aus Mais ist eben ein bisschen billiger als der übliche Zucker. Und das weiß die Lebensmittelindustrie drüben. Auch Coca Cola. 

Resultat ist der außergewöhnliche Leibesumfang eines leider großen Anteils der Amerikaner. Dagegen sind selbst berühmte deutsche Politiker fast lächerliche Anfänger. Das beginnt dort drüben bei 200 kg aufwärts. Und die Qualität des Fettes… Man muss einmal hingefasst haben. Hatte ich Ihnen als „fluffy“ beschrieben. Man versinkt mit dem Zeigefinger bis zum Handgelenk. Typisches Insulinfett. Fruktosefett. 

Inzwischen gilt in den USA offiziell Fruchtzucker als Dickmacher Nummer 1. In den USA. Nicht in Deutschland. Und seit ich weiß, dass  Fruchtzucker zehn Mal gefährlicher ist, wenn es um die Entstehung von Alzheimer geht (AGEs), sehe ich die übersüßen, importierten Obstauslagen in unseren Kaufhäusern mit ganz anderen Augen.

Zum großen Glück leben wir nicht in den USA. Denn: Wie kann man sich da wehren? Zum Glück leben wir in der EU. Und sind hier wohl beschützt und aufgehoben. Die EU hat jetzt zum Thema Fruchtzucker entschieden. 

Hat entschieden, dass Lebensmittel, die mindestens 30 % Zucker durch die viel gefährlichere Fruktose ersetzen, ab 2014 als 

besonders gesund

beworben werden dürfen. Nun ja. Alles eine Frage des Gesichtspunktes. 

Vielleicht ist Alzi ja ein erstrebenswerter Zustand? Vielleicht haben die EU-Beamten ein anderes Bild von einem ruhigen Lebensabend? Frei von lästigen Erinnerungen? Und… man lernt jeden Tag neue Leute kennen… 

 
 
 

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