Gänsestopfleber

04.01.2014
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Ist die krankhaft verfettete Leber von Gänsen. Schafft eine Gans gar nicht. Dazu braucht sie die liebevolle Hilfe von uns Menschen: Wir stopfen die Gans. 

Wer den Vorgang einmal selbst gesehen hat, wird nie mehr Gänsestopfleber essen wollen. Gestopft heißt: Die Gans wird zwangsweise mit Vollkorngetreide (Haben Sie aufgepasst? Mit Vollkorn, verehrte DGE!) vollgestopft. Immer wieder. Überfüttert. Soviel zur Frage der Patientin vor knapp zwei Minuten: Mein Frischkornbrei, der ist doch gesund, oder?

Die Fettleber, das kranke Organ wird also gerade nicht durch Fett erzeugt. Ein Wort, vor dem die DGE ja alle Übergewichtigen warnt. Sondern wird bei der Gans beweisbar durch pure Kohlenhydrate erzeugt. Durch Vollkorngetreide. Durch Frischkornmüsli. In der entsprechenden Menge natürlich. 

Dass wir uns bitte immer wieder recht verstehen: Reine Dosisfrage. Die Gans wird selbstverständlich überfüttert. 

Und der Mensch? Ich lese soeben: Bereits 30 Prozent der übergewichtigen Kinder tragen eine Fettleber in sich. Und 70 Prozent der übergewichtigen Erwachsenen (zwei Drittel der Deutschen) und bis zu 90 Prozent der Typ II Diabetiker. Alle haben sie eine verfettete Leber. Sonographisch wunderbar zu erkennen.

Es gibt also nicht nur die Gänsestopfleber, produziert durch Kohlenhydrate, sondern es gibt auch die Menschenstopfleber. Tja. Womit produzieren wir die? Raten Sie mal. Bringt mich zu dem neuen Buch von Prof. Dr. Nicolai Worm. Wie alles von ihm ein sehr überzeugendes Werk. 

 
 
 
 

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