Gefäßverkalkung

15.06.2011
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Ist ja besonders peinlich im Gehirn. Peinlich für die Umwelt. Man selbst merkt's zum Glück nicht.

Gefäßverkalkung ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Jeder zweite stirbt schlussendlich daran. Und da wollen Sie sich ausnehmen?

Das dürfen Sie dann und nur dann, wenn Sie im Blut nachgewiesen keine Risikofaktoren haben. Sie wissen hoffentlich Bescheid. Risikofaktoren sind Zucker, Harnsäure, Triglyceride, LDL-Cholesterin, Homocystein, Lipoprotein a und natürlich auch Arginin und Threonin.

Es gibt solch glückliche Menschen. Die erhalten von mir im Arztbrief immer die Anmerkung "Kompliment". Will sagen: kein Mensch muss Arteriosklerose kriegen. Man kann sich absichern. Man kann messen. Dann kann man gezielt vorgehen.

War vor 3500 Jahren nicht bekannt. Die älteste untersuchte Mumie, eine Prinzessin, hatte damals schon Gefäßverkalkung. Übrigens knapp die Hälfte von weiteren 44 Mumien auch.

Jetzt kommt's: Die Meldung ging durch die gesamte Presse. Jedes Mal mit dem erstaunlich dümmlichen Kommentar: "Die Experten schließen aus diesen Ergebnissen, dass Arteriosklerose im Altertum weitaus verbreiteter war als angenommen. Bislang galt das Phänomen eher als Wohlstandskrankheit."

Nix verstanden. Gefäßablagerungen entstehen dann und nur dann, wenn die Innenseite Ihrer Gefäße verletzt wird. Durch Entzündung (Focus 29.03.2010), also durch freie Radikale. Abhilfe bekannt.

Und selbst wenn Sie Stress & Co nicht beherrschen sollten, selbst wenn Ihre Blutgefäße verletzt wären, könnten sie eben die Risikofaktoren vorher beseitigen. Könnten Ihr Cholesterin auf den chinesischen Mittelwert von 120 oder auf den Durchschnittswert der afrikanischen Buschleute von 88 absenken.

Leider ist diese Methode in deutschen Medizinerkreisen praktisch unbekannt. Wir wenden sie täglich an. Einfach so.

Übrigens: Erinnern Sie sich? Uni Bonn? Kohlenhydrate erzeugen direkt Entzündung im Blut. Jetzt wissen Sie, weshalb die Prinzessin vor 3500 Jahren bereits Arteriosklerose hatte.

 

 

 

 
 
 

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