Gegen Dummheit ...

10.03.2007
Drucken
 

kämpfen Götter selbst vergebens. So lesen wir soeben, dass Vitamine & Co. sinnlos sind, ja sogar das Leben verkürzen. Das zeige eine neue Sammelstudie.

Angeschuldigt werden Vitamin E, Vitamin A und Beta-Carotin.

Der forever young-Leser schüttelt lächelnd den Kopf und findet die Erklärung in „Frohmedizin“, Seite 345.

Der Wissenschaftler schlägt nach bei Prof. Dr. Esterbauer aus Graz, dem Biochemiker, der sich seit 1963 mit dem Effekt dieser Vitamine beschäftigt hat. Und liest in herrlich plastischer Sprache:

Solange Vitamin E in der äußeren Hülle des LDL-Cholesterin- Partikels vorhanden ist, ist das Partikel gegen Radikalangriffe geschützt.

Wehrt das Vitamin E in der Blutbahn einen Radikalangriff ab, wird es selbst zum Vitamin-E-Radikal, verbleibt aber in der Membran, wo es sofort durch Vitamin C reaktiviert werden kann.

Das LDL-Cholesterin hält dem oxidativen Stress 40 Minuten lang stand. Nach und nach brechen dann die anti-oxidativen Verteidigungslinien zusammen, zuerst das Vitamin E, dann die verschiedenen Carotinoide ...

Frage: Kann man die 40-minütige Zeit des Geschützseins verlängern, wenn man Vitamin C hinzu gibt?

Antwort: So ist es. Dann passiert sehr lange Zeit nichts. Wenn dann allerdings die wasserlösliche Ascorbinsäure verbraucht ist ...

Verstanden? Problem längst erkannt, schon 1991 beschrieben. Sämtliche Studien mit Vitamin E und Beta-Carotin und Vitamin A, die diesen Mechanismus nicht kennen und berücksichtigen, sind wertlos. Sind sogar schädlich. Längst bekannt.

Drum sterben Tiere nicht verfrüht am Herzinfarkt wie der Mensch. Tiere haben (messbar!) ständig und ununterbrochen hohe Spiegel Vitamin C im Blut. Kann man messen. Nur der Affe und der Mensch nicht.

Und der Affe ist so klug, den Vitamin C-Spiegel ständig im Blut hoch zu halten. Indem er es isst. 5-10 Gramm am Tag.

Wir Menschen allerdings glauben an 5 Jahre alte Orangen (Frischobst!), glauben an die DGE und andere Experten ... und sterben, jeder Zweite von uns, an den beschädigten Blutgefäßen.

Das bringt mich zum ersten Satz dieses Artikels.