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Gene in der Hand

14.07.2020 | Strunz
 

Praktische Lebensregeln aufzustellen ist höchste Kunst. Praktisch heißt: Selbst ausprobiert, in der eigenen Umgebung getestet, nachgemessen, mehrfach geprüft und schlussendlich für…. gut befunden. Will sagen: Lehrbücher der Biochemie oder der Physiologie oder der Biologie sind mir persönlich hochspannend. Wollen Sie nicht lesen, wollen Sie alles gar nicht wissen. Komplizierte chemische Formeln? Interessieren Sie nicht.


Sie interessiert die Quintessenz. Möglichst in einem Satz. Tu dies, lass das.
Wie gesagt: Diese „Übersetzung“ ist höchste Kunst.


So hatte ich kürzlich über den Segen Omega 3 referiert. Die sogenannte REDUCE-IT-Studie. Da interessiert Sie wahrhaftig nicht, woraus das Placebo in dieser Studie bestand. Welches Omega 3 von wem da verwendet wurde. Sondern Sie interessiert die Quintessenz: Viel mehr Omega 3 hält Sie herzgesund. Das nämlich war das Ergebnis dieser Studie.

Darf ich Ihnen heute ein bisschen was über Gene erzählen? Wie Sie ganz praktisch mit denen umgehen könnten. Wie Sie Ihre eigenen Gene, die Erbinformation selbst in die Hand nehmen können. Dazu zitiere ich. Aus dem Bestseller „77 Tipps für ein gesundes Gehirn“. Es gibt sie nämlich. Büchlein, die Ihnen ganz praktisch höchst kompliziertes biochemisches Wissen vermitteln.


Eine seltene Kunst
wird die von Ihnen geschätzt?


„Seit einigen Jahren versuchen Wissenschaftler, Krankheiten mit bestimmten Genvariationen in Verbindung zu setzen, ohne großen Erfolg. Nicht das Vorhandensein einer bestimmten Genvariante ist ausschlaggebend, ob eine Erkrankung ausbricht oder nicht. Entscheidend ist, ob diese Genvariante aktiv ist. Die Aktivität der Gene haben Sie wiederum selbst in der Hand. Ihr Lebensstil stellt die Genaktivität entweder auf gesund oder krank.


Bislang sind mehrere verschiedene Mechanismen der Genregulation bekannt. Einer der wichtigsten ist die Methylierung. Hierbei werden Methylgruppen, das sind einfache chemische Verbindungen, die lediglich aus einem Kohlenstoffatom und drei Wasserstoffatomen bestehen, an die DNA angelagert. Befinden sich viele Methylgruppen an einer Stelle, werden die genetischen Informationen vermindert abgerufen. Es ist sozusagen ausgeschaltet. An den Stellen, die häufig abgerufen werden, liegen weniger oder keine Methylgruppen. Das Gen ist angeschaltet. Die Methylierung der DNA unterscheidet sich zwischen Menschen, die chronisch krank sind, und Gesunden. Bei chronisch Kranken sind viele Bereiche der DNA geringer methyliert.


Der wichtigste Methylgruppen-Lieferant ist Methionin. Methionin ist eine essentielle Aminosäure. Kommt in der Nahrung vor, wie Sie wissen.


Der Körper kann auch aus Homocystein Methionin bilden. Vorausgesetzt, er verfügt über ausreichend Vitamin B12 und Folsäure, die für den Umbau gebraucht werden. Fehlen diese Stoffe, reichert sich hingegen gefährliches Homocystein an. Zusätzlich mangelt es an Methionin, das dringend für die Regeneration der Genaktivität gebraucht wird. Fehlt Methionin, entstehen ungesunde Methylierungsmuster und daraufhin chronische Erkrankungen“.


Verstanden? Die Aminosäure Methionin spielt also eine zentrale Rolle beim An- oder Abschalten von Genen. Bemerkenswert, dass Fehlen des Methionins eher zu chronischen Erkrankungen führt.


Denkt man kurz nach, könnte man vermuten, dass angeschaltete Gene (fehlendes Methionin) eher ungünstig sind. Mit chronischen Erkrankungen zusammenfallen. Darüber könnte man philosophieren….


JETZT KOMMT´S: Methionin messen wir. Routinemäßig. Seit 1996. Sind die erste Praxis in Deutschland. Und finden bei der deutlichen Mehrzahl der Patienten (nicht der gesunden Menschen! sondern der Patienten!) einen Mangel. Den ich Ihnen regelmäßig erkläre mit:


  • Sinkt bei der Virusabwehr

Heißt bei zu schwachem Immunsystem. Sehen Sie, so schließt sich der Kreis: Ein schwaches Immunsystem muss ständig gegen völlig natürliche Viren kämpfen (das ist schließlich auch seine Aufgabe), ist dadurch geschwächt, lädt zu Krankheiten ein. Vom Krebs bis zur Depression, wie Sie inzwischen wissen. Von Corona ganz zu schweigen….

FAZIT: Kümmern Sie sich um Ihr Methionin. An allererster Stelle. Noch wichtiger als Tryptophan. Oder Arginin. Kümmern? Wie?


  • Könnten Sie schlucken. Als Kapseln.
  • Könnten Sie essen. Als Eiweiß. Sie verstehen immer besser, weshalb ich seit über 30 Jahren von Eiweißpulver praktisch lebe. Hochrein. Hoch konzentriert.
  • Sie könnten auch Ihr Immunsystem ganz rasch stärken. Das müsste dann nicht ständig, also monate-, jahrelang kämpfen und... Methionin verbrauchen.

Der einfachste Ratschlag? Essen Sie mehr Eiweiß. Etwa doppelt so viel. Denn angeblich haben Ihre Vorfahren, wer auch immer das war, 34% und nicht 15% ihrer täglichen Kalorien mit Eiweiß gedeckt.


Bei solchen Zahlen, solchen historischen Berichten bin ich genauso skeptisch wie Sie. Da halte ich mich lieber an Paula Newby-Fraser, die beste Triathletin der Welt. Täglich 45% Eiweiß. Selbstverständlich auch als Pulver.


Sie war nun einmal die Beste.


Quelle: „77 Tipps für ein gesundes Gehirn, Seite 30“.


 
 

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