Genetisch festgelegt?

02.05.2011
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Das menschliche Genom-Projekt erscheint mir zunehmend als bemerkenswerter Schwindel. Das begann mit Bill Clinton, der im Jahre 2000 den Abschluss dieses Projektes verkündetet. Dabei waren zu diesem Zeitpunkt erst 20 Prozent der menschlichen Gene bekannt.

Das Projekt suggeriert ja, dass die Erforschung der Gene irgendetwas mit der Heilung von Krankheiten zu tun hätte. Würde man ein Krebsgen kennen, dann ... Würde man ein Alkoholgen kennen (kennt man!), könnte man Alkoholiker heilen. Würde man ein Aggressionsgen (kennt man!) kennen, könnte man Aggressionen mildern. Würde man ein Depressionsgen kennen (kennt man!), könnte man Depressionen heilen.

Nichts davon stimmt.

Darüber regt sich letzten Sonntag in der Wams eine Frau Bodderas auf. Die einmal sehr klar aufbröselt, was uns Prof. E. P. Fischer in seinem neuesten Büchlein 2011 ebenfalls klar darstellt:

"Ob Sie ein Gen haben oder nicht, hat nichts mit Ihrer Gesundheit zu tun. Denn was macht denn ein Gen? Das vermittelt Information. Das produziert eine Eiweißkette. Bestehend aus verschiedenen Aminosäuren. Und im Gen ist die Information vorhanden, in welcher Reihenfolge diese einzelnen Perlen in der Kette angeordnet sind."

Nicht mehr und nicht weniger.

Nur hat diese Eiweißkette überhaupt keine biologische Bedeutung. Keine biologische Aktivität. Damit die aktiv werden kann, muss sie sich erst

"noch raffiniert entfalten und
besondere Strukturen annehmen"

Haben Sie davon schon gehört? Von den stolzen Genetikern? Ich zitiere weiter Prof. Fischer:

"Die dazugehörige Faltung erfolgt dabei nachweislich nicht mehr nach den Vorgaben der Gene, sondern in Abhängigkeit von dem Milieu, in dem sich das Genprodukt befindet."

Milieu dürfen Sie mit Lebensstil übersetzten. Stichwort Bewegung – Ernährung – Denken. Und das hat uns der berühmte Prof. Ornish ja längst bewiesen: Mit dieser Dreiteilung gelang es ihm, Krebsgene unwirksam oder wirksam werden zu lassen.

Gene an sich sind wertfrei. Ob sie aktiv werden, ob sie wirken, liegt allein an ihnen. Wenn sie - verstehen Sie jetzt? - genetisch korrekt leben, werden Sie praktisch unsterblich. Jedenfalls nicht mehr krank. Und altern so wie die Tiere: nämlich gar nicht.
Leider scheint der moderne Mensch diesen simplen Anforderungen, nämlich "genetisch korrekt zu leben" nicht zu genügen. Aber das wissen Sie genauso gut wie ich.

 
 
 

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