Gequirrlte Sch…

31.12.2014
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Gefällt mir. Wenn Ihnen (endlich) der Kragen platzt, werden Sie deutlich. Sprechen Sie zur Sache. Passiert mir nämlich genauso.

Und wenn dann noch der Satz fällt: „Was wird den Medizinern an der Uni überhaupt beigebracht??“ Dann lächle ich, allerdings nur innerlich. Nach außen bleibe ich ernst. Und verteidige meine Kollegen. Aber lassen Sie mich das Ganze in Auszügen illustrieren: 

„Im Frühjahr wurde ich am Darm operiert. Aber als ich danach immer wieder darüber klagte, dass ich weiterhin Beschwerden hatte, nämlich zwischen Verstopfung und Durchfällen wechsele, wurde mir immer wieder gesagt, ich müsse Geduld haben.

Selbst im August, als ich bei dem Operateur einen Termin hatte, sagte mir dieser, mein Gehirn müsse erst lernen, dass der Darm wieder durchgängig ist. So eine gequirrlte Sch …., im wahrsten Sinne des Wortes. 

Jetzt kommt´s

Nach Ihrer Befundauswertung und der zarten Empfehlung: Leben Sie mal vier Wochen glutenfrei…. kann ich nach bereits zwei Wochen berichten, dass ich jetzt fast völlig normalen Stuhlgang habe!!! Ebenso das Völlegefühl, die Atemnot, die ich teilweise hatte, weil ich völlig aufgebläht war, sind weg. Ich lerne ein neues Körpergefühl kennen, das ich über sehr sehr lange Jahre  nicht mehr hatte! Und das nur, weil ich auf Getreide verzichte??!! Warum schaffen es die Ärzte in Berlin nicht…?

Nein, meine Hausärztin meinte, als ich über Müdigkeit,  Abgeschlagenheit und  Antriebslosigkeit klagte, man müsse sich eben daran gewöhnen,  dass man ab 50 nur noch Kraft für eine Sache habe….

Es ist wirklich unglaublich“ 

Nö. Ist es nicht. Das ist nicht unglaublich, sondern das ist normal. Wenn ich´s nicht jeden Tag, jeden einzelnen Tag schriftlich und mündlich immer wieder hören würde. Wenn ich´s nicht persönlich oft genug als Patient erlebt hätte….

„Gekrönt wurde die Geschichte ja noch dadurch, dass ich jetzt eigentlich schon seit mehreren Jahren Metothrexat spritzen sollte, weil eine Chefärztin einer Rheumaklinik der Meinung war, ich hätte rheumatoide Arthritis!!!

Und so geht der Brief weiter. Zweieinhalb kleingedruckte Seiten. Und wo bleibt die Lösung? Die Heilung? Ach du meine Güte:

„Nachdem ich brav die Eiweißportionen und die verordneten NEM genommen habe, erkenne ich nicht nur, dass

  • Meine Schmerzen deutlichst weniger bis fast weg sind
  • Meine Kraft sich gebessert hat
  • Meine Lebendigkeit zurückkehrt

Sondern auch ein wenig Aggressivität erkennbar wird…

Merkt man. Begrüße ich. Werden Sie aggressiv. Zeigt mir, dass die Lebensenergie zurückkommt. Ein Kind, das sich ärgert, wird aggressiv. Das ist richtig und normal. Wir Erwachsenen … können entweder schon lange nicht mehr, haben resigniert, geben rein körperlich auf,  oder … reden uns das Leben schön. Schließen äußerlich Kompromisse, die uns nachts im Selbstgespräch krank machen.

Höfliche Anfrage in diesem Zusammenhang: Wie geht es eigentlich unserer hochverehrten Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel?

 
 
 

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