Geschmack

13.04.2015
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Glänzend formuliert von einem Praktiker. Einem Abkömmling des Hippokrates, der Ihre Leiden heilen möchte mit gelungener Ernährung. Mit artgerechter Ernährung, wie er sein Buch nennt. Und der macht da so eine Anmerkung zum Geschmack von Kohlenhydraten… Unnachahmlich. Darf ich einfach zitieren?

„Nudeln, Reis, Kartoffeln und Brot schmecken nicht umami, nicht bitter, nicht süß, nicht sauer und auch nicht salzig – Stärke-Nahrungsmittel schmecken nach nichts! Stärke piepst deshalb auch nicht auf der Zunge. Somit fehlt auch kein Geschmack. Stärke ist nur Pappe, um das Essen zu strecken.

Stärke macht Sie auch nicht satt, sondern nur voll – so voll, dass Sie sich nach dem Essen nicht mehr richtig bewegen können.

Stärke-Nahrungsmittel bringen nur riesige Zuckermengen mit sich, haben aber keinen Geschmack und keinen Geruch und haben nichts mit optimaler, gesunder, nährstoffreicher Ernährung zu tun!

Zusätzlich nimmt Stärke dem Essen auch noch viel an Geschmack!

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Stärke-Nahrungsmittel selbst nicht schmecken und nicht riechen, riesige Zuckermengen mitbringen, nicht satt, sondern nur voll machen und dem guten Essen sogar auch noch den Geschmack stehlen.

Wenn Sie die Problematik der Stärke-Nahrungsmittel richtig verstanden haben, dann ist es nicht so, dass Sie Stärke nicht mehr essen dürfen, sondern dann brauchen Sie Stärke nicht mehr essen!“

Diese einfachen Sätze könnten ein Erweckungs-Erlebnis bedeuten. Für Sie. Man kaut plötzlich ganz anders auf einer Kartoffel herum… Stimmt. Auch für mich war die Knolle immer nur der Geschmacksträger für Butter oder Salz.

In dem Büchlein findet man übrigens auch das Versprechen, durch das Weglassen von Kohlenhydraten wieder den Unterschied zu erlernen zwischen

satt“ und „voll“.

Quelle: “Kochbuch für artgerechte Ernährung“ von Klaus Wührer