Geständnis

19.07.2011
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Werde ich soeben gefragt, weshalb ich diese täglichen News schreibe. Weshalb ich mir die Mühe mache. Und weshalb eigentlich nicht schon seit 10, 15 oder 20 Jahren? Sondern erst in den letzten 5 Jahren?

(Meine Tochter (21 J) unterbricht soeben mein Diktat und meint: "Ganz einfach. Fauler Sack!" Damit meint sie mich.) Nein, nein, die Story geht ein bisschen lustiger. Und stammt aus Lateinamerika:

"Zwei Touristen fragen einen armen Bauer in den Anden, warum es ihm so schlecht gehe. Er habe nur eine einzige Kuh, klagt der Campesino. 20 Jahre später kehren die Touristen in das Dorf zurück. Der Bauer ist reich, hat ein großes Haus und mehrere Autos. Wie er das geschafft habe? Ganz einfach, sagt der Bauer: Meine Kuh ist gestorben. Da musste ich mir etwas anderes einfallen lassen."

Vor 5 Jahren hat, wie Sie wissen, ein Unfall mein Leben verändert. Leider ein bisschen dramatischer ... Ich kann darüber nur oberflächlich und in Andeutungen sprechen. Kurz und gut: Meine Kuh ist gestorben. Da musste ich mir etwas anderes einfallen lassen.

Drum schreib ich täglich.

PS: Natürlich habe ich Ihnen die hübsche Story aus einem ganz anderen Grund erzählt. Ahnen Sie? Sind Sie zufrieden mit Ihrem Leben? Mit Ihrem Beruf? Mit Ihrer häuslichen Situation? Falls nein: Vielleicht klammern Sie sich zu sehr an Ihre Kuh?