Gesunder Menschenverstand

28.06.2012
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sagt uns, dass unser Essen direkt (nicht indirekt) unsere Darmgesundheit beeinflusst. Also auch entscheidet, ob wir Darmkrebs bekommen oder nicht. Betrifft ja jedes Jahr 73.000 Deutsche. Und wenn Vitamine & Co etwas mit Gesundheit zu tun haben sollten, müsste man das am Darm selbst am ehesten bemerken.

Hat man ja bereits. In der berühmten Krankenschwester-Studie, mit 75.596 Teilnehmern, abgeschlossen 1998. Multivitamintabletten können Darmkrebs um 75% verhindern. Also praktisch völlig, wenn man die richtige Dosis wählt. Und entscheidend: Die Dauer der Einnahme. Hier waren's 15 Jahre! 75%? Eigentlich sollte es das schon gewesen sein.

Wenn da nicht Spiegel & Co wären. Denen es ja nicht um Ihre Gesundheit, sondern um Auflage geht. Und die dann rein statistische Arbeiten zitieren, in welchen mit einer rein statistischen Rechnerei herausgefunden wird, dass Vitamine Ihnen schaden. Was tut also der davon enttäuschte, erzürnte Wissenschaftler? Er fängt einfach noch einmal an:

Und veröffentlicht im Januar 2012 eine gezielte Studie (Uni Neufundland, Canada). In welcher gezeigt wird, dass

  • Kalzium und Vitamine Dickdarmkrebs verhindern
  • Eisen Krebs befördern kann

Gemessen an 1.760 Teilnehmern, die verglichen werden mit 2.481 Kontroll-Teilnehmern. Dickdarmkrebs wird verhindert durch

  • Kalzium um 41%
  • Vitamin C um 33%
  • Vitamin D um 27%
  • Folsäure um 5%

Während das Risiko für Darmkrebs mit Eisen um 34% ansteigt. Wie gesagt, eine gezielte Studie, die genau die Frage Vitamin und Dickdarmkrebs zum Ziele hatte. Keine statistische Rechnerei, kein Zusammenwürfeln von Dutzenden Studien, ursprünglich zu anderem Zweck konzipiert.

In dieser Arbeit findet sich ein Schmankerl, ein kleines Highlight: Die Wissenschaftler zeigen, dass Kalzium aus dem Essen das Krebsrisiko um 24% senkt. Nimmt man jetzt Kalziumtabletten zusätzlich, sinkt das Risiko um 41%. Solche Zahlen erst lassen verstehen, weshalb wir unsere Nahrung ergänzen sollten. Also Nahrungsergänzungsmittel einnehmen sollten.

Einwand gegen diese Studie: Sie haben's nicht im Blut gemessen.

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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