Glück ist machbar

12.03.2016
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Die Ratgeber-Literatur ist eine Unendliche. Zum Thema Glück. Weshalb? Ja du meine Güte: Weil das Bedürfnis so groß ist. Weil viele, viele Menschen ein bisschen glücklicher werden möchten.

Heißt andersherum: Glück scheint etwas Rares zu sein. Etwas Seltenes. Die meisten Leute scheinen unglücklich oder eben nur neutral durchs Leben zu gehen.

Dabei ist längst bekannt: Glück ist machbar. Ich meine: Einschaltbar. Es gibt so viele Schalter. Die unmittelbar vor unseren Augen liegen, an die wir gar nicht denken. Darf ich?

  • Finden Sie einen Menschen, der Sie liebt. Unmittelbares Glück. Welches auch Jahrzehnte anhalten kann. Dann, wenn der Mensch Sie unverrückbar weiter lieb hat.
  • Spielen Sie eine Stunde mit Ihrer Enkelin. Drei Jahre alt. Reines Glück. Weiß jede Oma, jeder Opa. Die ja heutzutage auch erst 50 Jahre und fit sind. Kinderlachen, das Urvertrauen, das Ihnen aus Kinderaugen entgegen leuchtet… Glück.
  • Laufen Sie los. Der nächst beste Rat, wenn kein liebender Mensch, wenn keine Enkel zu finden sind. Laufen ist ein Urgeheimnis. Wird mir zu sachlich abgehandelt. In den Sportzeitschriften, in der Literatur, in den Laufratgebern. Ich empfinde Laufen als etwas Heiliges. Mir öffnet Laufen den Blick für die Schöpfung. Auf unsere Ursprünge. Laufen ist mir ein Weg, eins zu werden mit der Natur. Ja du meine Güte: Wie denn sonst???
    Laufhormone, Glückshormone sind genügend beschrieben. Sind selbstverständlich nur symbolische Sprache. Die Wahrheit dahinter kann man gar nicht ausdrücken. Also: Laufen Sie!
  • Meditieren Sie. Heißt für mich: Träumen Sie. Zweifellos hat jeder von Ihnen bereits Glücks-Träume gehabt. Dass man sich die tagtäglich schaffen kann, ist den meisten unbekannt. Die Technik heißt Meditation. Öffnen Sie das Türchen ins Unterbewusstsein, leben Sie dort unten im Glück.
    Das Schöne daran: Es bleibt jedes Mal ein bisschen. Das färbt Ihre Seele ein wenig. Je öfters Sie dort unten glücklich waren, desto mehr bleibt Ihnen übrig im Alltag. Sie verändern sich. Gucken Sie einmal Dalai Lama an.
  • Drogen. Kokain. Heroin. Zweifellos glaubt mir jeder, dass man damit künstliches Glück erzeugen kann. Sonst gäbe es die Drogen gar nicht. Das faszinierende für mich: Es genügen also einige wenige Fremd-Moleküle, in den Körper gebracht, und Ihr Geist erlebt Glück. Ist das nicht ungeheuerlich.
    Wenn man das Ganze in einer vernünftigen Form nachahmen könnte...
  • Kann man. Biochemiker sind schlau. Die wissen um Glückshormone im Gehirn und geben ihnen gezielte, verträgliche, akzeptierte Ratschläge. So Ames: Tryptophan plus Vitamin D plus Omega 3 plus Vitamin B6 plus Eisen. Klar, kühle Aussage. Der Weg ins Glück.


Sagen Sie mal: Weshalb tun Sie´s dann nicht schon längst? Weshalb begegnen Sie mir in der Stadt, beim Einkaufen, immer mit den Mundwinkeln nach unten? Bei Frau Dr. Merkel versteh ich´s ja wenigstens.