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Glück nicht erhoffen, sondern wahrnehmen

11.04.2020 | Strunz
 

Glück ist machbar. Ganz leicht. Hatte ich Ihnen einmal erzählt in dem zentralen Büchlein „laufend gesund“. Kennen Sie nicht? Tja. Sind Sie glücklich? Falls ja, Glück gehabt. Ansonsten lesen Sie einfach mit:


„Sie wissen, dass ich fast ausschließlich über Dinge rede, die ich persönlich gemessen oder erfahren habe. Also kann ich auch über Glück sprechen. Weshalb? Weil ich durch einen beinahe tödlichen Unfall und inzwischen 19 Operationen ein kleines bisschen die Kehrseite kennengelernt habe.

Und deshalb weiß, dass Glück machbar ist. Ganz leicht. Mit einer winzigen, pfiffigen, für manche von Ihnen überraschenden Idee. Die Gebrauchsanleitung:

Glück lässt sich durch Wahrnehmung von Glück erzeugen.

Das war´s. Noch einmal ein bisschen langsamer: Wenn Sie Ihre Wahrnehmung (bedenken Sie dieses Wort) immer wieder gezielt auf schöne Dinge richten, werden Sie nach einiger Zeit feststellen, dass Ihr Gehirn eine neue Angewohnheit entwickelt. Dass Ihr Gehirn anfängt, automatisch nach schönen Dingen statt wie bisher nach potenziellen Problemen Ausschau zu halten. Sobald dieser Automatismus einmal in Gang gesetzt ist, ist er kaum noch aufzuhalten.

Sehen Sie, deshalb bewundere ich meine kleine Frau so sehr. Doch, doch: Sie ist klein, außerdem zierlich, grazil, besteht nur aus Muskeln und rennt am liebsten Bergmarathon. Aber zurück: Die hat die Technik geübt. Täglich geübt. Jahrzehnte. Und kann gar nicht mehr anders.

Sie weiß, weil sie es erfahren hat, was die bewusste (!) Wahrnehmung von Glück auf der subjektiven genauso auch wie auf der objektiven Ebene bewirkt. Einerseits sieht man nämlich viele Dinge, die schon immer da waren, mit ganz anderen Augen (Stichworte „rosa Brille“), und andererseits passieren plötzlich (auf höchst wundersame Weise) immer mehr Ereignisse, die man auch objektiv als schön bewertet.

Das Geheimnis dahinter: Ihr Bewusstsein erschafft die Welt. Dürfen Sie wörtlich nehmen. Ein Grundgesetz der Quantenphysik.

Und das Schönste an dieser Technik: Glück machen wir ja ganz naiv an bestimmten Dingen fest. Einer guten Note in der Schule, einem Sportwagen, einer Gehaltserhöhung, einem Traumpartner… Wenn Sie sich aber angewöhnen, Glück täglich wahrzunehmen, dies ständig einzuüben, dann lösen Sie sich von diesen Glücks-Objekten und erleben plötzlich als ständige Lebensrealität genau das, was hinter den realen Objekten steckt: das Glücksgefühl.

Denn – kurz nachgedacht – der neue Sportwagen dient ja auch nur … einem möglichst intensiven Glücksgefühl.

Haben Sie sich auf diesem Weg einmal vom Sachzwang gelöst, wird Ihnen klar, was ich lange, lange Zeit nie verstanden habe: dass man auch im Unglück sehr wohl glücksein sein kann.

Glück ist grundsätzlich Lebenshaltung. Und die kann man … erlernen.“


Wie? Laufen und meditieren Sie. Ein Rat, der das Leben eines jeden Menschen völlig verändern kann. Übrigens auch meines verändert hat. Völlig.

Quelle: Buch „laufend gesund“, Seite 108/109.


 
 

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