Glück pur… und tiefe Einsicht

19.03.2014
Drucken
 

Manchmal sitze ich hier am Schreibtisch mit einem durch und durch glücklichen Lächeln. Kommt vor. Ich bin mir wohl bewusst, dass ich ein privilegierter Arzt bin. Weil das Mail von heute so durchdacht komponiert ist, weil es uns alle, Sie und mich, gedanklich weiter bringt, schreibe ich’s – ohne das auch willkommene Dankeschön - wörtlich ab:

Da hat ein junger Mann schlagartig Medizin verstanden. Solche Erlebnisse gibt es manchmal im Zen-Buddhismus. Aber eben auch in der Frohmedizin. In der angewandten molekularen Medizin. Solch ein Erlebnis wünsche ich mir von Herzen jedem von Ihnen:

"Kurz gesagt: Seit 8 Monaten Gesichtsschmerzen und Nacken-/Kieferverspannungen gehabt,     zwei nichtssagende Diagnosen: HWS-Syndrom, Craniomandibuläre Dysfunktion, v.a. Migräne     (nicht bestätigt), atypischer Gesichtsschmerz, Fibromyalgie (man stelle sich das vor), zweimal     Physio, einmal Osteopathie - alles vergebens, am Ende alle Fachärzte ratlos und     Schmerzmittel und Antidepressiva sollen es richten - "ohne mich!", so mein Gedanke.

Da keiner der Ärzte sich dafür interessierte, dass ich umfassend Ausdauersport betreibe und     dabei schon immer sehr viel Flüssigkeit verliere, begann ich Mineralstoffe und Vitamine -     insbesondere Magnesium - eigenhändig zu supplementieren und zwar nach Ihren Dosen -     1000 - 2000 mg täglich und siehe da:

Ein achtmonatiger Dauerschmerz, starke Muskelverspannungen verschwanden. Ich kann es     kaum fassen, ich bin seit Wochen schmerzfrei! Warum hat das kein Arzt in dem     Zusammenhang gesehen und als Therapie-Empfehlung probiert? Es ist unfassbar, was man in     diesem Land unter Medizin versteht - Tabletten, Tabletten, Tabletten... keiner hört mehr zu,     schaut mehr hin...

Gar nicht auszudenken, wie gesund ich würde, setzte ich endlich mal Null-KH für mich um..."

Ja, ja: Es ist unfassbar, „was man in diesem Land unter Medizin versteht“. Wie richtig. Ich stehe da nicht darüber: Peinlicherweise war ich Jahrzehnte Teil dieses Systems. Und habe mitgemacht. Hab mir nix Böses dabei gedacht. Denn: Wir haben geschuftet. Buchstäblich. Laut Stechuhr 18 Stunden täglich. Nur: Geholfen? Heute weiß ich: Geholfen haben wir nicht.

Dieser Brief genügt, um ein für alle Mal unsere Universitäts-Gelehrte-Medizin zu charakterisieren als… Leergebäude.

 
 
 

News Schlagwörter