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Glückliche Meditation

12.08.2019 | Ulrich G. Strunz
 

Leicht – lächelnd: So sollten Sie joggen, laufen, sich bewegen. Das Verbiesterte, das Strenge, das Krampfhafte…lassen Sie doch bitte im Büro zurück. Sie haben über diese andere Idee der Bewegung ausführlich gelesen in der “Das Leichtlaufprogramm“ sowie in “Laufend gesund“. Die Anleitung zum meditativen Laufen.

Leicht – locker – lächelnd: So sollten Sie auch meditieren. Sollten das verkniffene, verbohrte, angestrengte, ach so konzentrierte, noch dazu im schmerzhaften Schneidersitz…hinter sich lassen. Überlassen Sie das den Profis. Ein Amateur hat viele Vorteile: Der muss nicht. Der darf, wenn er möchte.

Solch ein ganz anderes Meditationsbüchlein hab ich soeben durchgelesen. In einem Rutsch am Sonntagnachmittag. Ein glückliches Büchlein. Atmet die Leichtigkeit der Toskana. Bietet einen ganzen Blumenstrauß von Möglichkeiten, von Techniken der Meditation an. Man zupft sich die eine oder andere Blüte und

 

beginnt buchstäblich
ein anderes Leben

 

Das Büchlein ist sehr persönlich gehalten. Beispiel gefällig?

 

„Visualisieren ist ebenfalls eine Art Meditation. Man konzentriert sich auf Bilder, Gefühle, Geräusche und Ereignisse, die in der Zukunft stattfinden sollen. Diese Art der Meditation hilft nicht nur Profisportlern, jeder Laufanfänger kann sie nutzen.

Ich wende sie nicht nur während des Laufs an, sondern am Abend zuvor, vor dem Einschlafen. Ich stelle mir vor, wie ich am nächsten Morgen als erstes die Laufbekleidung anziehe, freudig ins Auto steige, zum Parkplatz der Laufstrecke fahre und dann locker laufe. Ich rieche die Morgenluft, fühle den kühlen Wind und laufe die Strecke in Gedanken ab. Mit der mentalen Vorbereitung finde ich es leichter, diszipliniert zu handeln.

Ein Beispiel: Am Abend bevor ich das erste Mal die Laufstrecke um die Runde durch den Wald erweiterte, lief ich sie in Gedanken ab. Ich visualisierte, wie ich langsam aber stetig den Berg hoch trotte, empfand das Glück, oben angekommen zu sein, und stellte mir vor, wie es wäre, den Berg hinunter zu laufen.

Als ich am nächsten Tag die Strecke zum ersten Mal lief, hatte ich keine Zweifel; Ich würde durchhalten, schließlich bin ich die Strecke zuvor schon einmal erfolgreich gelaufen. Zwar nur in meinem Gehirn, doch die Gehirnzellen unterscheiden nicht eindeutig zwischen Vorstellung und Realität. Während des Visualisierens und währen der richtigen Aktivität sind die gleichen Nervenzellen aktiv.“

 

Ein zentrales Geheimnis. Aufgemerkt? Gehirnzellen unterscheiden nicht eindeutig zwischen Vorstellung und Realität. Das war der Schlüssel auch zu meiner persönlichen Heilung. Mehrfach.

 

Beispiel: Bei Operation Nerv zu den Stimmbändern zerstört. Keine Stimme mehr. Möglicherweise für immer. Abhilfe? Ständig, ununterbrochen gesprochen. Gebrüllt. Gesungen. War natürlich nix hörbar, aber angestrengt hat`s mich fürchterlich.

Nervenzellen unterscheiden nicht zwischen Vorstellung und Realität. Haben wir soeben gelernt. Stimmt: Die Sprache kam wieder.

 

Daraus wurde ein zentraler Glaubenssatz: Alles Kaputte in deinem Körper wird wieder. Kann regenerieren. Kann wieder funktionieren. Du musst es “ihm“ nur sagen…! Wer sich hinsetzt und weint, hat in diesem Bild automatisch verloren.

Unzählige Male bewiesen: Viele Olympia-Sieger, Weltmeister, Gewinner haben schon in der Nacht vorher gewonnen.

Auch eine Art der Meditation. Solche Stories geben dem trockenen Wort “Meditation“ ein buntes, attraktives Gesicht. Könnte auch Sie verführen…deshalb wurde das Büchlein geschrieben.

“Arsch hoch beginnt im Kopf“ von Ulrich Gabriel Strunz. Der Sohnemann. Erscheint 19.08.2019.

 
 

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