Hilft alles nix

07.05.2010
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Da gibt sich ein ernst zu nehmender Wissenschaftler allergrößte Mühe. Prof. Zittermann von der Ruhr Universität Bochum. In einem wissenschaftlichen Artikel in "Molecular Nutrition & food research".

Prof. Zittermann ist besorgt um die Volksgesundheit. Er stellt in diesem Artikel fest

  • 45% der Deutschen haben wenig Vitamin D im Blut, zusätzliche 15-30% viel zu wenig
  • Daher muss man heute statt 200/400 IE besser 1.000 IE Vitamin D täglich empfehlen
  • Und er errechnet, dass Deutschland damit 38 Milliarden Euro jährlich an Krankheitskosten einsparen könne

Prof. Zittermann begründet dies ausführlich. Er hält fest, dass Vitamin D-Mangel bei Erwachsenen auslöst oder verstärkt

Osteoporose und Knochenbrüche
Krebs ganz allgemein
Autoimmunkrankheiten wie Diabetes Typ I
Infektiöse Krankheiten
Herz-Kreislauferkrankungen

Alles dies sei wissenschaftlich gesichert. Und er fährt fort:

"Das Festhalten an unserer derzeitigen Sonnenschutz-Politik und den derzeitigen Ernährungsrichtlinien führt unweigerlich zu Vitamin D-Mangel".

Ein unerschrockener Mahner und Warner. So wie ich das deutsche Gesundheitssystem kenne, passiert natürlich ... nix.

Der nächste Schritt, so schreibt er, möge dann bitte sein die Einführung eines effizienteren "food fortification program" in Deutschland. Man sollte also Vitamin D dem Essen beimischen. Keine Chance.

 
 
 

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