Hurra! Die DGE schwenkt um

26.01.2009
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Dass ich das auf meine alten Tage noch erleben darf ... Eine völlige Kehrtwende der DGE zu Vitaminobergrenzen. Ein direkter Schuss vor den Bug des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Die Beamten dieses Bundesinstitutes verbreiten seit Jahrzehnten Angst. Wie? Erst vergangenes Jahr verwendete das Magazin Öko Test die engen Vitamin-Grenzwerte des BfR, um Dutzende Vitaminprodukte durch den Test rasseln zu lassen. „Nahrungsergänzungsmittel sind leicht überzudosieren und potentiell gefährlich“ schrieb Öko Test (Heft 2/2008). Gefährlich!!!

Zum ersten Mal werden jetzt von der DGE (man höre und staune) neue, andere europäische Obergrenzen für die Vitaminzufuhr von der European Food Safety Autority (EFSA) übernommen.

Diese europäischen Werte überschreiten die deutschen Werte um ein Vielfaches oder stellen sogar fest, dass es für bestimmte Vitamine überhaupt keine obere Zufuhrgrenze gibt. Interessant: Über diesen Vorgang hat keine der Ihnen bekannten Zeitungen, die unisono gegen Vitamine wettern, überhaupt berichtet.

So wird jetzt nach der europäischen Richtlinie erlaubt, dass Sie den üblichen Minimalbedarf an Vitamin B3 (Nicotinamid, senkt den gefährlichsten Risikofaktor LPA) jetzt neu um den Faktor 56 überschreiten dürfen. 56!. Das nur ein Beispiel. Für die Vitamine B1, B2, B5, B7 und Vitamin K wird jetzt überhaupt keine Obergrenze mehr festgelegt.

Schlussfolgerung: Hier tut sich etwas. Hier bewegt sich etwas. Deutschland (siehe News vom 09.01.09 und 12.01.09 auf www.drstrunz.de) muss sich europäischen wissenschaftlichen Fakten beugen. Und natürlich freue ich mich einfach (und denke mir meinen Teil), wenn jetzt gerade die DGE einfach so ganz unauffällig umschwenkt. Nach dem bekannten Motto: Ham wir doch schon immer gesagt.

Sie lesen oben Auszüge aus einem Text von Deutschlands wohl profiliertestem Vitaminwissenschaftler, von Andreas Jopp. Sein Bestseller heißt „Risikofaktor Vitaminmangel“ im Haug-Verlag.