Ich hab's ja auch nicht geschafft

21.12.2013
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Selbstverständlich verstehe ich Sie, liebe Eltern, die Sie mir täglich über die Schwierigkeit korrekter Ernährung bei ihren Kindern berichten. Sie selbst hätten natürlich verstanden. Für sich. Klar. Und seinen eigenen Kindern genetische korrekte Ernährung beizubringen, könnte möglicherweise ja noch klappen. Nur.. dann nicht mehr, wenn die Kinder mit anderen zusammen kommen. Im Kindergarten. In der Schule. Draußen eben.

Dort würden sie "infiziert". Richtig. Auch ich weiß hier kein Gegenmittel.

Außer einem: Aufklärung. Wenn Sie wüssten, wie viele Fachleute sich mit dem Thema Cola, Mars, Kuchen, Kartoffeln, Spagetti mit Tomatensoße (!!!) beschäftigen. Alles das Gleiche für den Körper: Zucker.

Ganz aktuell aus der Berliner Charitè: "Die Gedächtnisleistung hängt unmittelbar vom Zuckergehalt im Blut ab". Gemeint ist Ihr Kind. In der Schule. Hier steht: "Je höher der Zuckergehalt nach einer Mahlzeit ist, desto schlechter steht es um die Merkfähigkeit". Wohlverstanden. Nach einer Mahlzeit. Heute Mittag.

Kommt hinzu, dass der Hippocampus, eine für die kognitive Leistungen (sprich Gedächtnis) zentrale Hirnregion beim Menschen mit höherem Blutzucker kleiner ist als bei anderen mit niedrigerem Zuckerwerten.

Der berichtende Journalist ganz erstaunt: Zu viel Süßes auf Dauer wäre demnach nicht nur schlecht für die Figur, sondern auch für den Kopf. Nun ja: Das "auf Dauer" mag für die Figur stimmen. Im Kopf wirkt's gleich.

Zucker macht blöd. Gilt auch für Ihre Kinder. Ich kann's nicht ändern. Verzweifelte Anfragen: "Was soll ich tun?" richten Sie bitte an die Charitè.

PS.: Kennen Sie den deutschen Glaubenssatz? Wohl aller Ernährungsexperten? "Zucker ist wichtig für das Gehirn!" Drum PISA...

 
 
 

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