Ich jammere gerne

27.06.2008
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Doch, doch! Wenn Sie einen deutschen Pass haben, stimmt das. Woher wir das wissen? Weil es die Bildzeitung, den Stern, den Spiegel, die Süddeutsche gibt. Allein die Bildzeitung spiegelt das kollektive Unterbewusstsein, also den inneren Dialog, die täglichen Selbstgespräche von 11 Millionen wider.

Drum ist sie ja so beliebt.

Und da wird gejammert. Geklagt, sich beschwert. Heißt: Der innere Dialog beschäftigt sich mit hässlichen Dingen.

Eine sensationelle Technik. Kann man mit "Einbrennen" übersetzen. Sie brennen diese hässlichen Gedanken unablässig in Ihre Seele ein. Ihr Unterbewusstsein füllt sich Tropfen für Tropfen mit Abfall, Schmutz, mit Bösem, mit Leid.

Nachdem Ihr Unterbewusstsein, also Gefühle und Emotionen Ihr Leben und Denken bestimmen (Ihre politische Partei bestimmen) und damit Ihre ganze Lebensrichtung, wissen Sie jetzt endlich

weshalb Ihr Leben so ist, wie es ist

Wenn man's mal verstanden hat, dreht man's um. Man könnte die gleiche geniale Technik, den inneren Dialog ja auch anders nutzen. Nicht jammern, sondern ... DANKE! sagen.

Ganz bewusst rede ich hier nicht von positivem Denken oder sich freuen. Dann käme sofort Ihr (ach so typischer) Einwand, dass das Leben ja schließlich objektiv grauslich sei.

Nein nein ... ich rede vom Danken. Danke sagen. Ihrer Frau. Ihrem Sohn. Bedanken Sie sich mal bei Ihrem Chef - schockieren Sie ihn! Warum haben Sie nie einen Ein-Satz-Dankesbrief an Ihren Bürgermeister geschrieben. Sich bedankt für die Blumenbeete im Park. Schlussendlich ist er dafür verantwortlich.

Vorsicht. Sie erschrecken den armen Mann. Der kriegt nämlich täglich Briefe. Aber natürlich immer, immer, immer mit genau dem Gegenteil. Siehe die Überschrift zu diesem Artikel.

 
 
 

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