Ich kann nichts mehr essen

27.08.2019 | Strunz
 

hören Sie zunehmend in den deutschen Arztpraxen. Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Besonders häufig wird Obst von der deutschen Bevölkerung nicht mehr vertragen.


Die Patientin war in der Universitätsklinik Erlangen, in der Universitätsklinik Ulm, im
Fachklinikum Borkum und bei vielen Ärzten.

Und erfuhr schriftlich von einer Laktose‐Intoleranz, Fruktose‐Intoleranz, Histamin‐Intoleranz,
Urtikaria, chronische Gastritis, massive Allergie auf fast alle Lebensmitteln.


Heißt übersetzt: nach jedem Bissen Blähungen, Schmerzen, dazu Gelenkschmerzen, Herpes,
unerträglich müde.

Abhilfe: keine. Die Schulmedizin versagt. Vielleicht ist auch unser Anspruch an diese Denkweise ein zu hoher. Hilft der Patientin leider gar nichts: Sie ist verzweifelt. Sie weint. Schulmedizin kann ich auch. Ich war 17 Jahre an der Universität. 17 Jahre! Heute denke ich nach.

Der Darm, die Darmschleimhaut dieser Menschen mag nicht mehr. Weigert sich. Überreagiert. Ist unzufrieden. Ist krank. Hat Löcher. Was auch immer. Und woraus besteht die Darmschleimhaut? Aus dem gleichen wie der übrige Körper: aus 47 essentiellen Substanzen. Also messe ich die. Und finde die Löcher. Und ersetze sie. Das nenne ich denken.

Und helfen. Ein häufiger Mangel bei diesen Patienten in Deutschland ist essentielles (!)
Omega‐3. Selbstverständlich. Wer isst schon täglich Fisch? Und prompt ruft die oben beschriebene Patientin nach 3 Tagen überglücklich an: sie könne dank Omega 3 schon wieder einigermaßen essen. Und schickt mir einen handgeschriebenen Dankesbrief.

Ich bin ein glücklicher Arzt. Geworden. Ich kenne meine Ausnahme‐Stellung sehr gut.

PS: Erneut Vorsicht. „Der Mensch hat Läuse und Flöhe“. Bei dieser Patientin war der Mangel in erster Linie Omega 3. Bei Ihnen könnten zwei – oder zwanzig? – Stoffe fehlen. MESSEN.

 
 

News Schlagwörter