Ich würde verzweifeln ...

25.02.2011
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... wenn ich Lehrer wäre. Verzweifeln und scheitern an den praktischen pädagogischen Problemen. Da beruhigt mich ungemein, dass das Gegenteil auch wahr ist: Dass ein Lehrer verzweifelt an der Medizin. An der praktischen Umsetzung medizinischen Wissens im Alltag. Konnten Sie doch soeben im Forum lesen:

"Habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht und halte deshalb oft meinen Mund ... Ich bin Lehrer und überzeugt, die meistens unkonzentrierten Schüler (es werden jedes Jahr immer mehr) könnten durch Ernährungsumstellung und mehr Bewegung geheilt werden. Bei einem Schüler hatte ich auch schon großen Erfolg. Er bekam schon mehrere Jahre Ritalin gegen ADHS, ohne dass eine Besserung eintrat. Ich habe den Eltern dann ein Kapitel aus dem alten Frohmedizinbuch über ADHS kopiert und eine Ernährungsberatung nach Dr. Strunz vorgenommen. Die verzweifelten Eltern haben es umgesetzt. Der Junge war schon nach vier Wochen nicht mehr wiederzuerkennen: konzentriert, plötzlich eine schöne, lesbare Handschrift und ein Leistungsanstieg in sämtlichen Fächern um eine ganze Note."

Da hat ein kluger Lehrer Medizin verstanden. Ich meine: Wirklich verstanden. Hat erkannt, dass Medizin an den Universitäten Pharma-Medizin ist. Also die spannende Frage, wer welches Medikament in welcher Dosis wem verschreibt. Genau so funktionierte das im Mittelalter. Welches Hexenkräutlein in welcher Mondstellung und wie oft.

Medizin ist Selbstheilung. Medizin ist Nahrung. Wusste man zwar schon vor über 2000 Jahren, hat es aber eben wieder vergessen. Und so wird aus dem angeblichen Problem ADHS eben eine schlichte Frage: Wer isst was und wieviel. Wenn verstanden, Erfolg garantiert. Der Mensch funktioniert nun einmal auf der Basis von Atomen und Molekülen. Simpelste Physik, oder besser Chemie.

Wenn man vom ersten Tag in der Universität an zum Pharma-Gläubigen ausgebildet wird, hat dieses natürliche Wissen selbstverständlich keine Chance. Dann gibt's eben nur Ritalin.

 

 

 

 

 
 
 

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