Ihr dürft studieren

11.10.2011
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Was eigentlich erzählt man Studenten? Jungen, gesunden, dynamischen, hochintelligenten Menschen, die - instinktiv und völlig richtig - an das ewige Leben glauben? Die sich unsterblich fühlen?

Eine Studenten-Zeitschrift hat mich einmal um ein Interview gebeten. Mir kam's auf die erste Antwort an. Aufwecken. Klarmachen, welches Privileg es doch ist, studieren zu dürfen. Danke sagen ... auch den Eltern.

Aber sonst ... mit dem übrigen Text könnten auch Sie gemeint sein:

Frage: Warum soll man überhaupt studieren?

Dr. Strunz: Wer so fragt, soll's lassen. Wir dürfen! Das Privileg weniger, hoffentlich dankbarer Menschen.

Frage: Welches Fach würden Sie heute wählen beziehungsweise empfehlen und warum?

Dr. Strunz: Altphilologie. Eintauchen ins kollektive Unterbewusstsein.

Frage: Schlagen Sie bitte ein Studienfach vor, das es noch nicht gibt, aber geben sollte.

Dr. Strunz: Leben im Hier und Jetzt. Flow. Alles das Gleiche: das geheimnisvolle und doch so banale Ziel jeder Religion. Das Geheimnis der Sieger - im Sport genau wie im Leben. Kann man lernen.

Frage: Was war für Sie in der Ausbildung besonders wichtig?

Dr. Strunz: Neugier. Mehr wissen wollen. Hinterfragen. Jähe Erkenntnis: Nichts, was wir an der Universität lernen, stimmt wirklich.

Frage: Was fällt Ihnen an der heutigen Studentengeneration auf?

Dr. Strunz: Studenten schauen heute sehr viel mehr über den Tellerrand hinaus. Viel mehr als früher. Das bewundere ich.

Frage: Worin liegt der Hauptunterschied zwischen Studium und Beruf?

Dr. Strunz: Kein Unterschied. Rein mentale Einstellung, die allein schon durch diese typische Frage wieder negativ vorprogrammiert wird. Leben ist Leben ...

Frage: Wie könnte das Studentenleben mehr Spaß machen?

Dr. Strunz: Mehr Spaß durch mehr Glückshormone. Ganz einfach. Die werden durch Bewegung stimuliert. Also: Marathon laufen!

Frage: Geben Sie bitte den Studenten ein Motto mit auf den Weg.

Dr. Strunz: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Frage: Das schließt den Bogen. Welche Fragen haben Sie an die Studierenden von heute?

Dr. Strunz:Heute schon gelaufen?

 
 
 

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