Impressionen Evolutionäre Medizin und Gesundheit, Teil VIII

26.10.2018
 

Gast News Nr. 66

Fortsetzung von Teil VII (siehe News 25.10.2018)

20 Wochen ketogene Ernährung und Auswertung. Die KOLIBRI Studie, durchgeführt unter Leitung von Prof. Ulrike Kämmerer, Universitätsklinikum Würzburg. In dieser prospektiv-kontrollierten Studie wurden Patientinnen mit Brustkrebs verschiedenen Ernährungsformen ausgesetzt. Untersucht wurde Energie- und Proteinversorgung, BMI, Fett- und Muskelanteil, Stoffwechsel, sportliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität über Fragebögen abgefragt.

Die Kohlenhydratlimitierte Brustkrebs Interventionsstudie (eine Wortschöpfung von Ulrike Gonder) vergleicht drei Ernährungsformen:

Ketogene Ernährung. Sehr fettreich (mind. 80 % der Energie), kalorien- und eiweißbilanzierte, kohlenhydratarme Ernährungsform (20-50g KH täglich), durch welche der Fasten-Stoffwechsel limitiert wird.

LOGI-Ernährung, kennen Sie. Selten verarbeitetes Getreide und Süßigkeiten. Wenig Vollkornprodukte, Kartoffeln, Nudeln Reis. Häufig Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch, Nüsse. Oft Obst und stärkefreies Gemüse. Mit 100-120g täglich deutlich mehr Kohlenhydrate.

DGE-Ernährung. Bedeute 60 % der Energie aus Kohlenhydraten. Mir wird bei der Vorstellung schon übel. Ca. 385g KH täglich.

Eine unvergleichbar umfangreiche Studie, mit 152 Teilnehmern, wovon 121 statistisch verwertbar die 20 Wochen Studienablauf absolvierten. Zu Beginn wurden übrigens 549 Teilnehmer kontaktiert. Was oftmals von Nicht-Wissenschaftlern ignoriert wird:

Der enorme Aufwand der betrieben werden muss, nur um statistische Signifikanz zu erreichen. Heißt, genug Probanden zu sammeln.

Ist also eine Ausnahmestudie. Es gibt bis dato nichts Vergleichbares in Europa.

Die Kernaussage der Studie, bei Brustkrebspatientinnen:

Mithilfe der Ketogenen Ernährung konnte die beste Kalorienzufuhr und Proteinversorgung erreicht werden.

Darüber hinaus:

„Die KETO-Patientinnen erreichten das beste Muskel/Fettverhältnis(…).

Hinsichtlich der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität konnten sich die Teilnehmerinnen aller drei Gruppen deutlich verbessern – die „leitungsfähigste“ Gruppe mit der höchsten ermittelten Lebensqualität war die KETO Gruppe trotz des größten Anteils an metastasierten Patientinnen.“.

Da die Studie noch nicht veröffentlicht ist, kann ich das PDF des Vortrages noch nicht an Interessierte verschicken. Ich bitte daher um Geduld.

 
 

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