Innerer Antrieb

22.04.2015
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Der zentrale Begriff meiner Lebensphilosophie. Gilt freilich für Milliarden Menschen. Was glauben Sie, weshalb Coca-Blätter gekaut werden? Weshalb Kokain geschnupft wird? Weshalb Crystal Meth geschluckt wird. Wussten schon Ihre Großväter vor Stalingrad. Damals hieß das Pervitin. Der innere Antrieb.

Immer das gleiche, das traurige Missverständnis. Wir glauben immer, draußen suchen zu müssen. Und wollen einfach nicht verstehen, dass die Natur uns wohl meint. Uns ausgestattet hat mit innerem Antrieb. Wenn wir nur damit umgehen könnten…!

Testosteron ist Ihr innerer Antrieb. Bei Männlein wie bei Weiblein. Und wann immer ich dieses Hormon (aktive Form) bei Ihnen messe, muss ich ausatmen. Langsam und lang. Um mich wieder zu beruhigen. Wissen Sie… ich bin kein Stück Holz. Ich fühle mit. Mit Ihnen. Sie machen sich doch nicht freiwillig auf den weiten Weg in die Provinz, in meine Praxis. Sie haben doch Anliegen, auch wenn Sie mir den wahren Grund oft gar nicht sagen. Brauchen Sie nicht. Ich sehe.

Die Blutanalyse verrät sie. Dieser Satz allein ist Gold wert. Wird von so wenig, zu wenig Ärzten, Krankenhäusern und Institutionen in Deutschland… gewusst. Weshalb? Zum einen lernt man´s nicht, zum andern muss man´s eben erst selbst erfahren. Und wer tut das? Ein Ironman. Ein Marathonläufer. Der möglichst gleichzeitig Arzt ist, der Blutwerte und die Gefühle, die diese Werte hervorrufen, korrelieren kann mit körperlicher und geistiger Leistung.

An sich selbst.

Das hat soeben ein anderer Ironman erfahren. Besser als ich. 9:56 h. Also ein Under-Ten-Hours-Man, der dem typischen Irrtum (typisch für Deutschland; Griechen sind klüger) erliegt, gleichzeitig, das heißt neben Training auch noch eine über 60 Stunden Woche erledigen zu können. Kann er nicht. Der Körper erschöpft sich. Wie misst man das? Am tiefen Testosteron.

Und daran hat er tatsächlich jahrelang gelitten. Wusste er ganz genau. Jetzt sein AHA-Erlebnis, weil es so schön klingt, und weil wir alle davon lernen können:

„Nachdem ich jetzt über Jahre gegen niedriges freies Testosteron „kämpfe“, haben Sie mir Testosterongel verschrieben. Jetzt weiß ich endlich, was es bedeutet, wenn Sie von innerem Antrieb sprachen!

Zuletzt musste ich mich immer mehr quälen, aber seit ich das Gel anwende, laufen die Dinge gerade so wie geschmiert.

Mehr als 60 Arbeitsstunden pro Woche und 15 Stunden Training: Kein Problem!"

Möchte ich eigentlich gar nicht kommentieren. Auch nicht die Tatsache, dass das natürlich Doping ist. Aus medizinischer Sicht erlaubt (zum Beispiel bei Lance Armstrong) dann, wenn zu wenig Testosteron mehrfach nachgewiesen wird. Dann darf man – vorsichtig – im Intervall – eine kleine Dosis – substituieren.

Unter ständiger Blutkontrolle. Der Testosteronwert darf den physiologischen Bereich (verstehen Sie das?) im Blut nicht verlassen.

Übrigens weder nach unten noch nach oben. Habe ich gelernt beim Hormonpapst Grossman 1975 in Los Angeles. Mein wertvollstes Mitbringsel aus den USA.

 
 
 

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