Inseln sind ideal

03.01.2015
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wenn man eine wirklich gute Ernährungsstudie machen möchte. Mit einer genau definierten Bevölkerungsgruppe. Und einem exakt kontrollierbarem Essverhalten. Denn alles, was von außen per Schiff kommt, wird ja in Protokollbüchern erfasst. Und was die Insel selbst produziert, kann man präzise festhalten.

Beispiel Tokelau-Atoll, das seit 1948 zu Neuseeland gehört. Die Bewohner haben zur Verfügung Kokosnüsse, Brotfrucht und Fisch. Und Wasser. Das war’s. Mehr gibt’s eben nicht. 

Also gibt’s auch keine Krankheit. Keine Zivilisationskrankheit. Auf diesem Atoll gab es weder Gicht, noch Bluthochdruck, noch Herzkrankheiten, noch Krebs oder Diabetes. 

Das war‘ eigentlich. Könnte man das nicht in Großbuchstaben auf Plakate drucken und diese Plakate all überall in Deutschland aushängen? Dafür das Geld verwenden, das wir, der Steuerzahler, unserer DGE spenden? Wären diese Plakate, dieses Wissen, nicht sinnvoller?

Seit der Spiegel öffentlich Sinn und Zweck der DGE in Frage gestellt hat (News vom 12.07.2014 www.strunz.com) trau ich mir solche Vorschläge zu. 

Der Witz kommt erst. Das Mutterland, also Neuseeland hat im Laufe der Jahre natürlich hochwertige Nahrung importiert. Daraufhin hat sich auf Tokelau 

  • Der Mehlkonsum versechsfacht.
  • Der Zuckerverbrauch versiebenfacht.

Und prompt treten all die bekannten, oben genannten Krankheiten einschließlich Krebs auf. Ist das nicht eine hübsche Geschichte?

Was zum Schmunzeln? Also mich packt hier die kalte Wut. Denn ich weiß ja, was uns Deutschen ganz offiziell als „richtige Ernährung“ empfohlen wird. Von Beamten (Professoren). Gibt’s da nicht eine Dienstpflicht? Verantwortung??? Oder – etwas neutraler – , ich weiß, was Sie bei Aldi oder Lidl kaufen können.

Quelle: Am J Clin Nutr 34 (8): S. 1552

 
 
 

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