Intensität ist wichtiger als Häufigkeit und Dauer

08.02.2008
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Sie wundern sich, dass Sie trotz Ihrer Lauferei kein Gramm Fett im Wald lassen? Es könnte daran liegen, dass Sie zu vorsichtig trainieren. Ihr Puls beim Laufen ein wenig zu niedrig ist.
Gerade Frauen, das vorsichtige Geschlecht, traut sich selten mehr zu. Sie glauben an die eine richtige Zahl auf dem Pulsmesser, wollen vernünftig trainieren. Sich nicht überlasten. Im Wohlfühlbereich laufen.

Unser Herz ist keine Maschine.
Ein paar Pulsschläge höher könnten Sie, aber das ist ja nicht gesund, haben Sie gelesen. Und Sie laufen weiter bei dem magischen Pulswert. Woher haben Sie den? Errechnet aus Tabellen? Abgelesen an Fitnessgeräten? Und selbst wenn Sie eine Leistungsdiagnostik gemacht haben, sollten Sie nicht zahlengläubig werden. Ihr Puls ist jeden Tag ein anderer. Der Puls kann um bis zu 20 Schläge schwanken. Je nach Laune, Magenfüllung, Jahreszeit, Tageszeit, Stress... .
Eine Leistungsdiagnostik zeigt Ihnen wo Ihr Grenzpuls ungefähr liegt. Das gibt Ihnen eine gewisse Sicherheit, eine Pufferzone. Doch zählen tut Ihr Körpergefühl. Es zeigt Ihnen ob Sie schneller könnten, wenn Sie Ihre angeborene Vorsicht mal beiseite lassen.

Qualität zählt
Regelmäßiges, lockeres Laufen ist Balsam für Körper und Seele. Der Körper strafft sich, verändert sich rasend ... beim Anfänger. Aber dann tut sich oft nichts mehr. Die Pfunde bleiben, obwohl noch ein paar purzeln dürften. Dann heißt es: Aus dem Trott rauskommen, Tempo einbauen, denn Qualität geht vor Quantität.
Dr. Craig Broeder von der East Tennessee State University führte eine Untersuchung mit Männern Mitte 20 durch: "Je stärker sie die Intensität, nicht aber die Häufigkeit und die Dauer ihres Ausdauertrainings steigerten, desto mehr Fett verbrannten sie."

Ok, Sie sind keine 20 mehr, aber auch mit 25 könnten Sie es doch mal ausprobieren:
Sie dürfen ruhig schneller. Ihr Energieverbrauch ist höher und Ihr Körper zieht auch in den Stunden nach dem Training seine Energie ganz gezielt aus den Fettreserven, um die Erholungsprozesse voranzutreiben.
Vertrauen Sie Ihrem Körper. Er ist trainiert, hält einiges aus. Er will mehr. Und Sie auch!

Ein Praxis-Tipp von
Holle Bartosch
HBartosch@strunz.com

 
 
 

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