Ist Epilepsie heilbar?

10.09.2015
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Kinder bestimmen unser Leben. Im Guten wie im Bösen. Gesunde, fröhliche Kinder sind eine Quelle des Glücks, die mir zu wenig beschrieben wird. Viel eher lesen wir vom Leid auch der Eltern dann, wenn das Kind erkrankt ist.

Epilepsie. Sieben Jahre alt. Fünfzig Anfälle täglich. Zum Glück „nur“ Absencen.

Stelle ich mir schlimm vor für die Eltern. Besonders deshalb, weil die Krankheit in kurzer Zeit sich rasch verschlimmert hatte. Und die Mutter Tabletten ablehnte. Die konnte nämlich lesen.

Heißt: Empfohlen war Valproat. Ich habe im Moment die Liste der Nebenwirkungen vor mir. (Rote Liste). Tun Sie sich das bitte nicht an.

Glück: Die Mutter geriet an einen Professor, kundig der Ernährungswissenschaft. Der riet ihr zu „paleolithic ketogenic diet“. Heißt ganz praktisch ausschließlich Fleisch, Innereien, Fisch, Ei, tierisches Fett. Ausschließlich. Dazu Vit D und Omega 3. 

Resultat:

Nach sechs Wochen war das Kind gesund. Keine Anfälle mehr.

Nach drei Monaten Erleichterung der Diät durch zusätzlich Kohlenhydrate in Form von Gemüse.

 

Das wirklich Interessante kommt erst: Die letzten zwei Jahre war das Kind nicht gewachsen, hatte kein Gewicht mehr zugenommen. Mit sieben Jahren!

Jetzt mit dieser paleolithic ketogenic diet nahm das Kind 3 kg zu und wurde 6 cm größer.

 

Weiter im Text: Stimmungsaufhellung, besserer sozialer Kontakt. Vorher Sonderschule, jetzt normale Schule mit guten Noten.

Wenn Sie Eltern sind, brauche ich Ihnen die letzten Sätze, ganz besonders den letzten nicht zu kommentieren. Und woher all das Glück? Korrekte Ernährung.

Alle beide, Hippokrates und der Aff, alle beide wussten schon immer Bescheid. Allein das Leid der Eltern (ich rede bewusst nicht vom Kind): Überflüssig.

Quelle: Neurol Ther (2013) 2:71

PS: Ich kann´s nicht lassen. Gab´s da nicht mal die Deutsche Krebsgesellschaft, die vor dieser Ernährung gewarnt hat? Wegen der Gewichtsabnahme? Wegen der Mangelerscheinungen? Ja, diese Gesellschaft gibt’s. 

 
 
 

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