Ja, ich kann lesen!

12.09.2018
 

Fortsetzung der gestrigen News. Natürlich gibt es Menschen, die lesen können. Die nicht nur Buchstaben aneinanderreihen, sondern den Sinn des Gelesenen verstehen können. Und dann – Wunder über Wunder – auch praktisch umsetzen können. Schwieriger und seltener als Sie glauben. Nach 47 Jahren Medizin darf ich mir so ein Urteil erlauben.

Gestern hatte ich von einem typischen Artikel in der Ärzte-Zeitung über Omega 3 berichtet. Zitat „Nützt nichts“. Dazu schreibt mir heute eine Pharmareferentin. 25 Jahre in Geschäft.

„Gerade erschien wieder so ein typischer Artikel in der Ärzte-Zeitung (vom 29.08.2018): „Vernichtendes Urteil: Fischölkapseln nützen nichts“.

Begründung wie immer. Von Prof. Hauner gab es schon einmal so eine „Studie“ mit Diabetikern. Die Absichten sind leicht zu durchschauen. Vor sechs Jahren bin ich das letzte Mal auf so einen Artikel hereingefallen: Vitamin D abgesetzt und prompt Osteopenie. Dank Ihrer hilfreichen Aufklärung zu diesem Thema bin ich seit Jahren in der Lage, solche Studien richtig zu interpretieren und zu ignorieren.

Wir – mein Mann und ich – sind beide über 75 Jahre, aber topfit und schlank: Sport, optimale Ernährung, viele NEM (nach Blutspiegelmessungen). Wir benötigen keine Medikamente mehr.

Ja, die Dame kann lesen. Und verstehen. Könnte jeder von Ihnen für sich beanspruchen dann, wenn er die News vom 16.2.2018 oder 05.08.2014 wirklich sorgfältig durchgelesen hätte. Und bedacht hätte.

Denn was da steht, ist ja wirklich einigermaßen erstaunlich: Zwei Menschen nehmen die gleiche Menge Omega 3 und haben völlig verschiedene Blutwerte. Da muss man erst einmal darauf kommen.

Noch einmal: Eine Studie, in welcher die Blutspiegel irgendeiner Substanz, eines Vitamines nicht gemessen wird, ist keine Wissenschaft. Ist Rätsel-raten.

Wobei man mit Rätsel-raten ja manchmal durchaus durchkommt. Zugestanden.

 
 

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