Ketone und IHR Gehirn

24.01.2019
 

„Ketogene Diät ist nichts für Sie“. So tröste ich Sie häufig. Denn fast immer kommen Sie mit dem Wort Ketose dann, wenn Sie abnehmen möchten. Sehen Sie, dann genügt auch no carb. Besser noch no carb und Bewegung. Sie kennen sich längst aus.

Dass ketogene Diät noch einen Tick besser wirkt, ist natürlich bekannt, nur eben … Ihnen in der Regel zu aufwendig. Verstehe ich. Also lassen Sie doch einfach

 

Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Zucker

 

weg. Folgen Sie also wörtlich dem Rat von Heidi Klum. Oder von Thomas Gottschalk. Alles Menschen wie Du und ich, also alle mit ähnlichen Problemen.

Und dennoch lohnt es sich, mit der Ketose, mit Ketonkörpern zu experimentieren. Sie zu testen. Auszuprobieren. Kostet schließlich nichts: Im Gegenteil, Sie lassen ja weg. Sie sparen Geld. Und könnten, wenn Sie ein bisschen Glück haben, ganz plötzlich

 

BRILLANT

 

werden. Plötzlich aufwachen. Ihr Gehirn leuchten lassen. Wach werden. Kreativ werden. Nur so übersprudeln von neuen Ideen… und sie möglicherweise (Ketone wirken auch auf die Leistungsfähigkeit des Körpers) sogar umsetzen.

Die Frage dahinter: Wie verändere ich dieses mein Leben? Diesen meinen Alltag? Wenn Sie nämlich nicht mehr zufrieden sind. Wenn Sie all die Strahlemänner beneiden um sich herum, die ein „besseres Leben“ führen. Weil brillant im Kopf, weil dynamisch, weil mehr Energie.

Wie immer dann mein Rat: Fangen Sie einfach an. Gehen Sie in die Ketose. Lesen Sie Daniela Pfeifer und ihr blaues Büchlein Keto Basics. Das sind ja nur 15 Seiten. Und Sie haben begriffen. Praktisch begriffen.

Begriffen, dass Ketone, also diese geheimnisvollen Super-Fettkörper nicht nur Energielieferanten Ihres Gehirnes sind, sondern auch Baustoffe und Schutzstoffe Ihres zentralen Nervensystems. Weshalb? Bitte lesen Sie einmal konzentriert mit. Es ist Ihr Leben!

 

  • Ketone liefern pro Sauerstoffmolekül mehr ATP (reine Energie) als Zucker. Sind also besonders nachts hilfreich, wenn dem Gehirn im Schlaf weniger Sauerstoff zur Verfügung steht.
  • Die Verbrennung von Ketonkörpern erzeugt weniger freie Radikale als die Verbrennung von Zucker. Ist also deutlich gesünder.
  • Ketone können im Gehirn einen Teil der Insulinfunktionen übernehmen. Sind daher bei fehlender Insulinwirkung hilfreich. Sie erinnern sich? Professor Kern, Lübeck (News vom 30.12.2006): Übergewichtige Menschen (Insulinresistenz) haben weniger Insulin im Gehirn, können, sagen wir mal, schlechter denken, sich nix merken. Ketone wirken dagegen.
  • Ketone sind im Gehirn eine wesentliche Ausgangssubstanz für die Bildung von Cholesterin und Myelin. Myelin umhüllt und schützt die Nervenfasern, Cholesterin brauchen Sie zur Bildung von Progesteron (News vom 22.12.2018). Sie produzieren Ihr eigenes Psychopharmakon.
  • Ketone (BHB) wirken epigenetisch auf die Aktivität einer ganzen Reihe von Genen im Gehirn. Vielleicht der Unterschied zwischen deppert und blöd?
  • Ketone wirken auf das sogenannte FOXO-Netzwerk (siehe News 29.06.2014), welches für genügend antioxidative Enzyme wie Glutathion und Katalase sorgen. Erinnern Sie sich an Glutathion (News vom 14.06.2011)?
  • Ketone (BHB) senken die Aktivität entzündlicher Botenstoffe (Zytokine).
  • Ketone erhöhen den BDNF (brain derived neurotrophic factor), der die Bildung neuer Nervenfasern, Bildung neuer Synapsen (Informationsübertragung) anregt.
  • Ketone (BHB) fördert die Umwandlung von Glutamat in die beruhigende GABA (News vom 01.11.2018).
  • Ketone fördern die Durchblutung des Gehirns und der Bildung neuer Mitochondrien!!!!!

 

Gewusst? Auch nicht gewusst? Sehen Sie: Deswegen kommen wir Menschen in milder Ketose auf die Welt. Mit Ketonkörpern im Gehirn. Ohne Ketone … nix Gehirn. Die einfache Schlussfolgerung.

Und wie ist das bei Erwachsenen? Können Sie oben nachlesen. Ohne Ketone… nix Gehirn.

Vielleicht doch einmal experimentieren?

Quelle: Ulrike Gonder et al.  Der Keto Kompass, Seite 217

 
 

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