Klimapolitik

22.06.2013
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Auf dieses Thema komme ich gelegentlich, weil es mich so sehr an die heutige Apparate-Medizin erinnert. In beiden Bereichen wird verschleiert, die Wahrheit nie ausgesprochen. Dahinter stecken, wie so oft, wirtschaftliche Interessen. Mögen wir Menschen so deutlich nicht hören. Deshalb wird es ... schön geredet. Ist ja eigentlich ganz lieb gemeint.

Was hinter der Umweltpolitik steckt? Das beschreibt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU):

"Das kohlenstoffbasierte Weltwirtschaftsmodell ist auch ein normativ unhaltbarer Zustand, denn es gefährdet die Stabilität des Klimasystems und damit die Existenzgrundlagen künftiger Generationen. Die Transformation zur Klimaverträglichkeit ist daher moralisch ebenso geboten wie die Abschaffung der Sklaverei und die Ächtung der Kinderarbeit. Bereits seit geraumer Zeit befindet sich das fossile ökonomische System international im Umbruch. Dieser Strukturwandel wird vom WBGU als Beginn einer "großen Transformation" zur nachhaltigen Gesellschaft verstanden."

Wenn man das Wortgeklingel durchschaut hat, kommt eigentlich etwas ganz vernünftiges heraus. Nur eben etwas ganz anderes, als man normalerweise in der Zeitung liest. Das hat schon Ottmar Edenhofer, Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (bitte: ausdrücklich keine Kritiker, sondern Berater der Bundesregierung) im November 2010 ausgeführt:

"...dass Klimapolitik nichts mehr mit Umweltschutz zu tun habe. Es gehe um Wirtschaftspolitik. De Facto werde durch die Klimapolitik das Weltvermögen umverteilt. Gemeint ist hier eine Umverteilung von oben nach unten. Es fallen auch Begriffe wie "industrielle Transformation" oder "De-Karbonisierung der Wirtschaft" und "gesellschaftlicher Umbau". Das sind die Ziele der Umwelt und Klimapolitologen."

Ah ja. Verstanden. Dabei kann sich jeder vernünftige Mensch mit dieser Zielsetzung durchaus einverstanden erklären. Nur hat man in meinem Alter langsam etwas gelernt: Immer wenn solche verdächtigen Begriffe fallen, geht etwas grundschief. Hab ich jedenfalls gelernt am Beispiel Sowjetunion oder DDR: Gut gemeint, schlecht gelaufen.

Quelle: Dieter Ameling in der FAZ, Buchbesprechung Wolfgang Thüne.

 

 

 
 
 

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