Knochenbrüche

21.04.2010
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festzustellen ist nicht immer gar so einfach, wie Sie glauben. Gilt für praktisch alles in der Medizin. Knochenbrüche, so glauben Sie, findet man beim Röntgen. Tja. Na, dann wollen wir mal:

An der Duke University in Durham hat der Radiologe Spitzer 92 Patienten nachuntersucht. Die nach Unfall weiter über Schmerzen klagten.

Bei 35 von 92

hat er mittels Kernspin Knochenbrüche an Hüfte oder Becken festgestellt, die vorher im Röntgen nicht erkennbar waren. Den Patienten war also gesagt worden: Sie haben nichts gebrochen.

Bei 15 weiteren,

bei welchen ein Bruch festgestellt worden war, fanden sich weitere Brüche, bisher unerkannte Bruchstellen. Also Mehrfachfrakturen.

Fazit: Wenn's weh tut, nicht immer gleich an Einbildung glauben. Manchmal haben Sie ja recht.

Persönliche Story gefällig? Tat mir mal mein Schienbein weh. Gehe ich zum Orthopäden: Doktor, ich habe mein Bein gebrochen. Unfug, sagte der nach dem Röntgen. Und sagten anschließend weitere vier Fachärzte. Auch nach Kernspin.

Acht Wochen später, weil's halt immer noch weh tat, erklärte mir ein kluger Professor, dass das Bein nicht nur an einer, sondern an 18 Stellen gebrochen war. Man müsste halt genau hingucken.

Ich muss heute noch schmunzeln. Dummerweise bin ich - gesund laut fünf Fachärzten - mit dem Bein einen Ironman durch gehumpelt. In immerhin 10:27 Std. Und Spiegel-TV hat's gefilmt. Dumm gelaufen ...

 
 
 

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