Krankenhausessen

09.07.2019
 

Möchten Sie einmal miterleben, live geschildert vom Papa, wie ein junger Mann, nämlich sein Sohn aufwacht? Wie er sich verwandelt von der Raupe in den Schmetterling? Verwandelt vom unmündigen, kranken Patienten in einen selbstverantwortlichen, gesünder werdenden jungen Mann?

Solch einen Verwandlung – laut Märchen, Sagen, Romanen… – geschieht ja regelmäßig erst aus einer Notsituation heraus. Die ich einmal „die Ohrfeige Gottes“ genannt habe. So selbstverständlich auch hier.

Dem Vater ging es nach Bluttuning „übrigens blendend“. Daraufhin besuchte Mama mit Sohn meine Praxis. Der Bub litt an


morbus Crohn.


Also blutigen Durchfällen. Seit Jahren. Seit einem Jahr richtig schlimm. Natürlich Cortison. Die gemessenen Blutwerte können Sie – inzwischen alle Spezialisten – wahrscheinlich im Schlaf herbeten. Von massiven Entzündungswerten über katastrophales Aminogramm, tiefem Vitamin D bis hin zu nicht vorhandenem Omega 3. Was ein Immunsystem ist, spricht sich ja langsam herum. Und Crohn ist nun einmal eine Immun-Defizit-Krankheit. Glauben Sie, meine Messung hätte geholfen? Nö. Nicht bei einem jungen Mann. Hören wir dem Vater zu:


„Leider ist er wie so viele rückfällig geworden und hat mit seiner Freundin weiterhin den Müll und Dreck gegessen. Resultat Diagnose eines Abszesses (eitrige Entzündung) am Darm, immer größer, schmerzhafter ohne Ende, Notoperation in der Nacht im Krankenhaus.“


Das hatte genügt. Eine ziemlich schlimme, schmerzhafte Erfahrung. Eine kräftige Ohrfeige. Weiter aus der Reportage des Papa:


„… und jetzt auf einmal geht ihm ein Licht auf, er verweigert das Essen im Spital auf unser Anraten.

Im Spital bekommen am Darm erkrankte Menschen zum Frühstück Semmeln mit Marmelade und mittags Nudeln und so weiter. Volles Zuckerprogramm. Traurig, aber wahr, was Sie ja immer schreiben.“


Seit PD Dr. Lutz können wir mit entzündlichen Darmkrankheiten umgehen. Wir lassen das Gift weg, machen das Immunsystem stark und … freuen uns. Habe ich damals an der Uni nicht geglaubt (dem Doktor Lutz), glaubt die Uni heute noch nicht. Mittelalter bleibt Mittelalter. Jedenfalls war das Resultat der Essensverweigerung:


„Blutwerte sind besser geworden laut Spital und heute, so der Arzt, sei er laut Blutwerten voll gesund und das könne er, der Arzt gar nicht erklären. Das kommt aber nicht von der Ernährungsumstellung (behauptet der Arzt). Weiter bewegt sich der Sohnemann ständig und geht Treppen statt Aufzug. ER FÜHLT SICH VIEL BESSER.


Und dann plant er, der Papa. Ein Unternehmer. Natürlich. Sobald Sohnemann wieder zu Hause sei, käme er zur Kontroll-Analyse. Und anschließend, suggeriert Papa ganz ernsthaft:


„anschließend befolgt er aus eigener Verantwortung Ihren Einnahmeplan und lebt ohne den Müll von vorher und alles wird gut. Denn alle Organe heilen sich dann ja selber.“


Da hat nicht nur einer, da haben sogar beide etwas verstanden. Der Sohnemann mit ein bisschen Nachhilfe. Einverstanden.

NUR: Sie alle, die Sie nicht im Krankenhaus arbeiten, verstehen nicht die Revolution, die Sensation hinter diesen kleinen Briefchen. Das hier Geschilderte kommt einfach nicht vor. Das gibt es nicht. Ich belese mich fast täglich über diese Krankheit und die heutige modernste Behandlung. Da wimmelt es von Tabletten und Fremdworten. An erster Stelle stehen Immun-Suppressiva.

Also Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken. Und die wundern sich… noch einmal ganz klar:


Die Schulmedizin, also ich persönlich früher, habe zugelassen, dass solche Patienten das Gift (Kohlenhydrate!) in sich hineingeschüttet haben und haben dann verzweifelt an dem immer kränkeren Darm herumlaboriert. Ein endloser Prozess.


Dass man einfach mal das Gift weglässt… viel zu schlicht, viel zu simpel, viel zu unakademisch.

 
 

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