Krebstypen

24.11.2015
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Als guter Politiker spricht Doktor Westerwelle über seine Krankheit. Leukämie. Schreibt ein Buch. Und stellt sich die interessante Frage, ob er diese hässliche Krankheit seiner beruflichen Stressbelastung verdanke. Die Krankheit brach ja kurz nach seiner Abwahl im Herbst 2013, also dem abrupten Ende der Politik, aus. Seine Antwort: Nein. Kein Zusammenhang.

Dabei beruft er sich auf seinen Arzt. Der Arzt nämlich hätte gesagt

    „es gebe nicht die sogenannten Krebstypen, das sei alles Humbug und ungerecht gegenüber den Menschen, die es erwischt hat“.

Tja. Wollte der Arzt ihn beruhigen? Hat er bewusst geschwindelt? Wahrscheinlich. Denn es gibt in der Medizin sehr wohl sichere Aussagen. Die da sind:

  • Jeder Mensch trägt Krebszellen in sich. Jeden Tag.
  • Die werden „niedergehalten“. Von einem kompetenten Immunsystem. Welches ständig kämpft, sich ständig erneuert und hoffentlich täglich stark genug ist.
  • Das Immunsystem wird zu 70% beherrscht, geschädigt durch Stress. Nennt man Psychoneuroimmunologie. Führende Expertin Prof. Pert, NIH.
  • Anhaltender Stress, großes Unglück schadet dem Immunsystem so dramatisch, dass es leicht zum Ausbruch von Krankheiten kommt. Meist Viruskrankheiten (Gürtelrose), auch Autoimmunkrankheiten, ganz sicher auch Krebs.

Da brauch ich nicht von „Krebstypen“ zu schwafeln. Das sind simple, einfache Zusammenhänge. Die man natürlich auch jederzeit an beliebigen Beispielen beweisen kann. Zum Beispiel an

    HIV-Infizierten

An der Uni Los Angeles hat man 54 HIV-infizierte Männer (wieso eigentlich nicht Frauen?) bis 18 Monate untersucht. Gemessen wurden im Blut die Zahl der HI-Viren und die Immunantwort. Alles gängige Verfahren.

Jetzt hat man die 54 Männer untergliedert in „schüchtern und introvertiert“ oder aber „gefestigt und extrovertiert“. Die schüchternen reagieren besonders heftig auf Stress. Weiß man. Kann man messen. Und genau das haben die getan.

Resultat: Gegen Studienende hatten die schüchternen Versuchsteilnehmer, die stark auf Stress reagierten, 10 bis 100 Mal mehr HI-Viren im Blut als extrovertierte Probanden.

Das war´s auch schon. Simples, schlichtes Experiment, immer der gleiche Ausgang. Stress schadet dem Immunsystem. Und was 100 Mal mehr HI-Viren im Blut bedeutet, kann sich jeder von uns denken.

Weshalb erzähle ich Ihnen solche Geschichten? Weil ich Sie sensibilisieren möchte, weil ich Sie aufmerksam machen möchte auf die unheilvolle Resignationsmedizin, in denen es „Menschen erwischt“. So wie der behandelnde Onkologe von Dr. Westerwelle das formuliert hat.

Pure Hoffnungslosigkeit. Man ist der Krankheit, dem Krebs also ausgeliefert. Kommt über einen wie ein Taifun. Wie soeben bewiesen, schlichter Unfug.

Der Mensch kann sich schützen. Der Mensch muss nicht krank werden. Es muss einen nicht „erwischen“. Sondern man kann

  • sich vorher schützen. Darauf beruht die Frohmedizin.
  • Sich auch dann wieder heilen, wenn es „einen erwischt“ hat. Darüber lesen Sie seit Jahren in diesen News. Mit praktischen Beispielen.

Gesundheit ist von Natur aus in Sie eingebaut. Von der Evolution so gewollt. Wie Ihnen jedes Tier beweist. Und wir Menschen sind intelligent genug, unsere Fehler wenigstens zu erkennen. Es gibt eben gerade keinen hilfloses ausgeliefert sein, wie es Ihnen Tag für Tag suggeriert wird.

Quelle: DER SPIEGEL 46/2015, Seite 13

 
 
 

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